NIEMALSALLEIN

In seinem fünften Bundesliga-Spiel endlich das erste Tor. Didier Ya Konan wirkte wie befreit von dem Druck, als Stürmer endlich treffen zu müssen.

 

Das Wort "Explosion" ist ausnahmsweise zutreffend fürs Tor und den Gefühlsausbruch danach. Von gut sechs Metern vor der Torauslinie, rechts außerhalb des Strafraums, knallte der Afrikaner den Ball mit dem rechten Außenrist in den Torwinkel. "Ein heiliger Moment für mich", sagte Ya Konan.

96-Sportdirektor Jörg Schmadtke wunderte sich tags darauf immer noch, dass aus diesem "merkwürdigen Winkel" überhaupt ein Tor fallen kann. Für kleine Wunder brauchen Helden auch Helfer. Bei Ya Konan (25) waren es Mannschaftskollege Sofian Chahed (26), Dortmunds Verteidiger Mats Hummels (20) und Dennis Karl (13). Hummels fühlte sich vom 96-Stürmer an der Außenlinie gefoult, wälzte sich auf dem Boden und reklamierte. Der brave Balljunge Dennis warf geschwind zu Chahed, der Ya Konan prompt auf den Weg schickte. Hummels berappelte sich zwar, aber der Torjäger war bereits auf und davon. "Es musste schnell gehen, der Verteidiger lag auf dem Boden, es war kein Foul", beschrieb er.

Unbeschreiblich fast der Jubel, mit dem er seinen Treffer feierte. Ya Konan lief geradeaus durch zum Zaun vor der Nordkurve: "Mein erstes Tor wollte ich mit allen feiern. I will go crazy, you know?" Frei übersetzt ist er mit Ansage durchgedreht. Schiedsrichter Günter Perl verwarnte ihn dafür. "Die gelbe Karte wars wert", fand der Bestrafte.

Beim einfachen Ball aber, allein vor Torwart Roman Weidenfeller, versagte Ya Konan. "Ich habe zu viel nachgedacht", erklärte er. "Ich hatte den Sieg auf meinem Fuß. Der Torwart hat meine Gedanken gelesen." Die Teamkollegen verziehen ihm. Steven Cherundolo meinte stellvertretend: "Mein Gott, was solls, wenn du so ein Tor machst?"

Der glückliche Schütze sagte weitere Tore voraus: "Nach dem ersten fallen auch die nächsten." Es klingt wie ein heiliges Versprechen.

 

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