NIEMALSALLEIN

„Es ist frustrierend.“ Er will endlich Bundesliga spielen.

Gaetan Krebs wartet weiter auf seine Bundesliga-Premiere – und wird langsam unruhig.

 

VON FLORIAN KREBS
HANNOVER. Sich selbst bezeichnet Gaetan Krebs als „nicht besonders geduldig“. Nach 13 Spieltagen ist der 1,65-Meter-Floh noch ohne Bundesligaeinsatz – klar, dass der 21-Jährige nicht zufrieden ist. „Wir haben Mitte November, es sind nur noch vier Spiele bis zur Winterpause. Es ist ein bisschen frustrierend.“

Bei den Amateuren sammelt er seit seinem Wechsel von Regionalligist Siegen zu 96 Spielpraxis. „Okay“ findet er das, stellt aber klar: „Ich will in der ersten Mannschaft spielen, hoffe auf eine Chance.“
Im Training ist er stets einer der Auffälligsten. Und darum wirds auch nicht mehr lange dauern, bis Dieter Hecking seinen kleinen Franzosen erhört. „Wenn er so weitermacht, wird er demnächst seine Chance bekommen“, verspricht der 96-Trainer. Schon gegen Dortmund (2:1) wäre es beinahe so weit gewesen. „Wenn es beim 2:0 geblieben wäre, hätte der Trainer mich eingewechselt“, berichtet Krebs.

Immerhin: Für den gebürtigen Straßburger flog zuletzt sogar Chavdar Yankov aus dem Kader. „Chak ruft leider nicht das ab, was wir erwarten“, kritisiert Hecking: „Da gibts Spieler, die an ihm vorbeiziehen können.“ Allen voran Krebs, „wir haben ihn ja nicht für die Oberliga geholt“.
Privat läuft es bestens. Krebs, der mit Freundin Melanie in Leveste bei Gehrden wohnt, fühlt sich sehr wohl: „Wir fahren oft in die Stadt, sitzen gern im Café. Hannover gefällt mir gut.“ Sprachprobleme gibts kaum – ein- bis zweimal pro Woche paukt er mit einem eigenen Lehrer Deutsch.
Am Wochenende besucht Krebs seine Familie im Elsass – zum ersten Mal seit fünf Monaten. Von der Bundesliga kann er ihnen bislang nur als Zuschauer erzählen.

 

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