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Vorkommnisse abseits des Platzes überschatten 96-Spiel im Millerntor-Stadion

Rund um das Auswärtsspiel von Hannover 96 beim FC St. Pauli am Freitagabend kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Vandalismus. Dabei mussten mindestens 32 Personen ärztlich versorgt werden.

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(Foto: DFL/Getty Images/Oliver Hardt)

Auseinandersetzung im Block
Die Erkenntnisse, die Hannover 96 zum jetzigen Zeitpunkt vorliegen, decken sich mit denen, die der FC St. Pauli in seiner am Samstagmittag veröffentlichten Stellungnahme aufführt:

Aus nicht abschließend geklärter Ursache gab es eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen 96-Fans im Gästeblock. Nachdem diese mehrere Minuten andauerte, sah sich die Polizei veranlasst, den Block zu betreten, um die Auseinandersetzung zu beenden. Dabei wurden die Einsatzkräfte massiv angegriffen und mit Bechern und weiteren Gegenständen beworfen. Es kam zu Schlagstock- und Reizgaseinsätzen seitens der Polizei.

Mindestens 32 Verletzte nach Polizeiangaben
Der FC St. Pauli gibt darüber hinaus an, dass es im Bereich des 96-Blocks Übergriffe auf Hilfskräfte aus dem Sanitätsdienst gab. Zudem sei eine Toilettenanlage schwer beschädigt worden.

Nach Ende des Spiels kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen St.-Pauli-Fans und der Polizei mit mehreren verletzten Einsatzkräften, ein Polizist erlitt dabei einen mehrfachen Wadenbeinbruch. Insgesamt kam es zu einer Vielzahl verletzter Personen, 17 Einsatzkräfte und 15 Fans wurden nach Polizeiangaben ärztlich versorgt.

Zahlreiche Videos zeigen Reizgas-Einsatz
Kritik an der Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes im und um den Gästeblock geht Hannover 96 über die Fanbeauftragten nach. Hannover 96 schließt sich der Einordnung des FC St. Pauli an, dass insbesondere der Einsatz von Reizgas aus dem Innenraum in Richtung des Blockes, der auf zahlreichen Videos in den sozialen Medien dokumentiert ist, einer Aufarbeitung bedarf.

Gemeinsame Lösungen erarbeiten
Klar herauszustellen ist: Hannover 96 verurteilt jede Form von Gewalt und Vandalismus aufs Schärfste. Das eigentliche sportliche Aufeinandertreffen beider Klubs und der 96-Punktgewinn beim Tabellenführer treten mit Blick auf diese Geschehnisse deutlich in den Hintergrund. Aus Sicht von Hannover 96 sollten die am Freitagabend entstandenen Bilder, die für alle Beteiligten unschön sind, nun als Anstoß betrachtet werden, um gemeinsame Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten.

Allen Verletzten wünscht Hannover 96 eine gute und rasche Genesung. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Ordnungsdienst des FC St. Pauli für die tatkräftige Unterstützung rund um die Geschehnisse.

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