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"Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen"

Boris Tomiak erlebt aktuell eine aufregende Zeit zwischen Zweitligastürmern, die er abgrätscht, und Windeln, die er seiner in der vergangenen Woche geborenen Tochter zu Hause wechselt. Unser Innenverteidiger blickt mit uns auf den Saisonstart zurück und spricht über die kommende Aufgabe in Nürnberg sowie das 96-Los im DFB-Pokal.

/ Profis
Boris Tomiak in dunkler Aufwärmjacke.
Zwischen Windeln wechseln und dem Liga-Alltag: Boris Tomiak. (Foto: 96/Redaktion)

Zum zweiten Mal Papa
Die wichtigste Frage kam natürlich direkt zu Beginn des Gesprächs, denn abseits des grünen Rasens ist "Bobo" in der vergangenen Woche zum zweiten Mal Vater geworden. Auf die Frage, wie es allen geht, antwortete Tomiak gelassen: "Alle sind gesund und es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß. Ihr großer Bruder ist auch sehr stolz und alle sind happy."

Nicht einmal 24 Stunden nach der Geburt seiner Tochter stand der Abwehrspieler mit 96 beim Heimspiel gegen den Karlsruher SC (2:2) auf dem Platz. Beim zwischenzeitlichen 1:1 sah der Defensivakteur unglücklich aus. "Es war natürlich ein Fehler, der nicht passieren darf. Leider gibt es solche Tage, an denen so etwas passiert, und da hat man dann auch keine großen Erklärungen dafür."

"Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen"
Die Nummer 3 der Roten geht selbstkritisch mit sich um und weiß, dass die Mannschaft nach vier Partien in der 2. Bundesliga mehr verdient hätte als die vier Punkte. Bei den Spielen in Cottbus sowie gegen Wolfsburg und Karlsruhe hätte sich keiner beschwert, wenn 96 als Sieger vom Platz gegangen wäre. "Ich glaube, dass es von außen viel negativer gesehen wird, als es eigentlich ist. Wir haben sehr gute Leistungen gebracht und uns einfach viel zu wenig dafür belohnt", fasst der zentrale Mann in der Abwehrkette den Saisonstart zusammen.

Der Blick richtet sich nun nach vorn und Tomiak ist davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist: "Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen. Zu Recht, weil wir alle aneinander glauben und eine wirklich gute Chemie in der Kabine haben. Wir haben den Anspruch, oben mitzuspielen, und wir wissen, dass wir das können."

Das kann die Mannschaft von Trainer Christian Titz das nächste Mal beim Auswärtsspiel am Freitagabend gegen den 1. FC Nürnberg zeigen. Der Club steht aktuell auf Platz 2 und hat sich nach dem Saisonstart in die Spitzengruppe des deutschen Unterhauses eingeordnet. Tomiaks Plan für Nürnberg steht bereits: "Wir wollen weiterhin Ballbesitz haben, dabei aber defensiver stehen und nach Nürnberg fahren, um drei Punkte zu holen." Das würde die rund 1.700 mitreisenden 96-Fans sehr freuen.

Pokalduell gegen Ex-Verein Kaiserslautern
Gefreut hat sich "Bobo" auch am Samstagabend, denn in der zweiten Runde des DFB-Pokals trifft 96 auf seinen Ex-Verein, den 1. FC Kaiserslautern. "Erst mal freue ich mich, dass wir zu Hause spielen, und es wird ein sehr besonderes Duell für mich", sagt Tomiak über das Los, das Weltmeister Bastian Schweinsteiger für 96 aus dem Lostopf gezogen hat.

Nur über einen Gegner hätte sich Tomiak noch etwas mehr gefreut: "Ich komme aus dem Pott und da hätte mich ein Aufeinandertreffen mit Rot-Weiss Essen schon besonders gepackt."

Wer weiß, was diese Pokalrunde noch für uns bereithält. Zunächst richten wir unseren Blick aber auf das anstehende Auswärtsspiel beim Zweitplatzierten in Nürnberg.
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