96 startet mit drei Verletzten

Neue Bälle, neue Farben, acht neue Spieler – vieles wirkte noch fremd gestern Nachmittag beim Trainingsauftakt in der AWD-Arena. Nur das Verletzungspech bleibt das gleiche.

Didier Ya Konan fehlte mit Grippe, Valdet Rama humpelte nach einem Tritt von Manuel Schmiedebach vom Platz, Constant Djakpa hielt sich nach der Einheit mit schmerzverzerrtem Gesicht den Rücken.

Gut zwei Stunden nach Trainingsende die schlechteste Nachricht: Mittelhandbruch rechts bei Schmiedebach. "Ich weiß nicht, wie es passiert ist, keine Ahnung", sagt der 21-Jährige, "ich hatte das seit Samstag, nur eine leichte Schwellung, aber es hat nicht wehgetan." Vorsichtshalber fuhr er zum Arzt, heute wird er operiert, Rückkehr offen. "Die Ärzte hoffen, dass es relativ fix geht", sagt der 96-Aufsteiger der vergangenen Saison. "Dann kann ich meinen Gegnern die Schiene in die Nase rammen", scherzt er.

Gut war auch die Stimmung bei den 600 Besuchern des kleinen Fan-Fests. Moritz Stoppelkamp feierte seinen Einstand mit einem schönen Tor. "Als Stürmer muss ich ab und zu eine Hütte machen, die Jungs hier sind in Ordnung", findet er. Damit keiner fremdelt, fördert Slomka am Freitag das Teamgefühl: mit Geschwindigkeitsrausch auf dem Conti-Testgelände in Wietze. "Reifen testen als gemeinsame Aktion", erklärt Slomka.

Bei der Ausleihe des Schalker Spielmacher Jan Moravek (20) stotterts noch ein wenig. 96 und Schalke sind sich einig. Aber der Spieler "hat noch andere Optionen", sagte Slomka nach dem gestrigen Gespräch mit Moravek: "Wir wollten ein deutliches Statement von ihm." Und gabs eines? "Relativ deutlich, ja", sagt Slomka. Bis morgen soll klar sein, ob Moravek kommt.

Fest steht seit gestern, dass Valérien Ismaël für zwei Jahre als Sport-Manager angestellt ist – dem Sportdirektor Jörg Schmadtke unterstellt. Die neuen Trainingsklamotten in "Navy"-Blau und "Maroon"-Rot (Kastanien-Rotbraun) erinnern an – na? – "den FC Barcelona", fand Mikael Forssell. Klingt nach hohen Zielen. "Packen wir es neu an", meint auch Sturmkollege Mike Hanke. Mit dem Bundesliga-Einheitsball "Torfabrik" köpfte er gleich ein Tor. Hanke fand den Ball "erstmal komisch, er hoppelt, ist leicht und flattert". Passt aber doch zum holprigen Saisonstart.