Nachwuchs

U23 trifft auswärts auf den Zweiten

Schwere Aufgabe für die U23: Die Reserve der Roten trifft am Sonnabend, 19. November, um 14 Uhr, auf den Zweiten der Regionalliga Nord, SV Holstein Kiel. Zum Top-Spiel der B-Junioren-Bundesliga Nord kommt es am Samstag, 19. Sonnabend, 12 Uhr, in der Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und der U17. Die U19 spielt am Sonntag, 20. November, um 12 Uhr, auswärts gegen den 1. FC Union Berlin.

U23: Kiel zu Hause mit weißer Weste
Viel schwerer könnte die Aufgabe für die jungen Roten in der Fußball-Regionalliga Nord am 14. Spieltag nicht sein: Am Samstag muss Hannovers U23 beim Tabellenzweiten Holstein Kiel antreten. Die Störche können bisher auf eine makellose Heimbilanz verweisen: In sechs Spielen gelangen ebenso viele Siege! "Kiel ist eine starke Mannschaft, die zu Hause sehr gut spielt. Das Umfeld dort hat Zweitliga-Niveau, der Kader mit Perspektive auf die dritte Liga zusammengestellt", zollt U23-Trainer Jürgen Willmann dem Gegner seinen Anerkennung. Kampflos ergeben wollen sich die Niedersachsen an der Förde natürlich nicht, wenngleich Willmann betont: "Es ist eine Herausforderung, der Erste zu sein, der etwas aus Kiel mitnimmt." Wie uneinnehmbar das Holstein-Stadion allerdings in dieser Saison war, zeigt der DFB-Pokal. Gleich zwei Zweitligisten, den MSV Duisburg und Energie Cottbus, schickten die Kieler mit Niederlagen nach Hause. Im Achtelfinale versucht nun 96-Pokal-Bezwinger FSV Mainz 05 sein Glück an der Ostsee.

Abwehr der Roten im Blickpunkt
Auf Seiten der Roten hat sich die angespannte Personalsituation – im Derby gegen Havelse fehlten elf Spieler – etwas entspannt. Feiz Shasim kehrt zurück, auch Lars Fuchs ist nach seiner Pause wieder mit an Bord. "Er ist ein wichtiger Spieler. Wir werden kurzfristig entscheiden, ob er schon von Beginn an spielen wird", erklärt Willmann, dem zudem einige der zuletzt leicht angeschlagenen Spieler wieder zur Verfügung stehen. Besonderen Respekt hat der Coach der Roten vor der Offensivabteilung der Kieler. Jaroslaw Linder (sieben Saisontore), Marc Heider und Fiete Sykora (jeweils sechs Tore) bilden ein gefährliches Angriffstrio. Unterstützt werden sie von Mittelfeldmann Rafael Kazior, der ebenfalls schon fünf Tore erzielte. "Unsere Abwehr hat eine große Aufgabe vor sich", weiß Willmann. Er kennt aber auch die Stärken seines Teams, dass derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz steht: "Wir fahren mit Respekt, aber auch großer Lust nach Kiel. Unsere Mannschaft schlägt sich bisher auch mit Blick auf die Verletzungsproblematik sehr gut, warum soll das nicht auch in Kiel so sein?"

Fünf ehemalige 96er nun für Holstein
Für fünf Spieler der Holsteiner wird das Spiel auch eine Begegnung mit der Vergangenheit. Torhüter Morten Jensen sowie Patrick Herrmann, Fabian Wetter, Sofien Chahed und Jaroslaw Lindner spielten im Nachwuchs für Hannover 96, nun sind sie für Kiel am Ball. Den umgekehrten Weg ging Jugendnationalspieler Christopher Avevor, der aus der Störche-Jugend stammt und nun in seine Heimat zurückkehrt. In der vergangenen Saison gewannen die Schleswig-Holsteiner ihr Heimspiel mit 3:1, in Hannover holten die jungen Roten beim 1:1 einen Punkt. Ein Ergebnis, mit dem die 96er am Samstag sicher gut leben könnten.
rk

Anpfiff der Partie gegen die Kieler S.V. Holstein ist am Sonnabend, 19. November, 14 Uhr, im Kieler-Holstein-Stadion, Westring 501.

U19: Richtungsweisendes Spiel
Mit einem Sieg bei Union Berlin will Hannovers U19 in der A-Jugend-Bundesliga Nord/Ost am 10. Spieltag wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. "Das wird für uns ein richtungsweisendes Spiel", sagt 96-Trainer Hartmut Herold vor der Begegnung bei den Köpenickern. Mit derzeit zwölf Punkten rangieren die jungen Roten im Tabellenmittelfeld auf Platz acht. Der Blick nach oben ist gestattet - bis zum Zweiten aus Wolfsburg sind es nur sechs Punkte. Genauso darf aber auch der Abstand zu den unteren Rängen nicht außer Acht gelassen werden. Union Berlin als Elfter lauert mit derzeit acht Punkten darauf, den direkten Anschluss zu finden. "In der Tabelle geht es sehr eng zu, es gibt keine leichten Gegner. Auch wenn die Berliner hinter uns stehen, wird das eine schwierige Aufgabe. Sie sind schwer in die Saison reingekommen, konnten zuletzt aber achtbare Ergebnisse erzielen", erklärt Herold. So trotzten die Eisernen dem A-Jugend-Meister aus Wolfsburg ein 1:1 ab, beim FC Hansa Rostock siegte die Berliner mit 1:0.

Erfurt-Spiel vergessen machen
Die Vergangenheit spricht vor der Partie in der Bundeshauptstadt nicht unbedingt für die jungen Roten. Seit dem Aufstieg Unions in die Bundesliga konnten die 96er in Berlin in drei Begegnungen noch keinen Sieg einfahren. "Bei Union ist es immer schwer, wir haben dort noch nie gewonnen. Für die aktuelle Mannschaft sollte das aber keine Belastung sein, von ihnen war ja bislang kaum einer  dabei", blickt der 96-Coach auf die vergangenen Gastspiele zurück. Für die Niedersachsen gilt es nicht nur, die Bilanz in Berlin aufzubessern. Auch die bittere 0:1-Heimniederlage gegen Rot-Weiß Erfurt, als man in Überzahl in der 90. Minute das Gegentor kassierte, soll vergessen gemacht werden. "Daran hatten wir schon zu knabbern", gibt Herold zu. Die Pause seit dem Erfurt-Spiel bewertet der U19-Trainer daher auch mit gemischten Gefühlen: "Einerseits wären eine schnelle Wiedergutmachung und ein schnelles Erfolgserlebnis wichtig gewesen. Aber die Pause tat auch gut, um zu regenerieren, kleine Blessuren auszukurieren und um einige Dinge einzustudieren." Mit frisch gesammelten Kräften sollen nun die Chancen, sich in der Tabelle nach oben zu arbeiten, auch genutzt werden.
rk

Anpfiff der Partie gegen den 1. FC Union Berlin ist am Sonntag, 20. November, 12 Uhr, Alte Försterei Nebenpl. KR2.

U17 will gegen Wolfsburg Spitzenposition festigen
Am 10. Spieltag der B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost trifft der Tabellenführer Hannover 96 im Spitzenspiel auf den Viertplatzierten VfL Wolfsburg. Am Samstag lohnt sich ein Besuch in Wolfsburg in doppelter Hinsicht: Um 12 Uhr zeigt zuerst der Nachwuchs, was er drauf hat und um halb vier sind dann die Profis im Niedersachsenduell dran. Trotz zweier Niederlagen in Folge gegen TB Berlin (1:2) und Hertha BSC (1:3) zählt die U17 der Wölfe zu den Topmannschaften der Liga. Das weiß auch 96-Coach Daniel Stendel: "Wolfsburg gehört zu unseren ärgsten Konkurrenten. Am Samstag erwartet uns ein Spitzenspiel." Motivation das Duell der Niedersachsen zu gewinnen, haben die jungen Roten auf jeden Fall. "Die Jungs sind heiß auf das Spiel", so der 96-Coach. "Wir hatten die letzte Woche spielfrei und konnten genug Kraft tanken für die letzten fünf Wochen bis zur Winterpause." Selbstbewusst reist der Tabellenführer nach Wolfsburg. "Wir konzentrieren uns ganz auf unser Spiel und kennen unsere Stärken",  ist der 96-Coach von dem Können seiner Mannschaft überzeugt. Das kann er auch sein, denn die U17 spielte in den vergangenen Partien einen hervorragenden Fußball – mit vier Siegen in Folgen reisen sie in die VW-Stadt. 

Ungewöhnlicher Trainingsbesuch

Die Nachwuchskicker hatten diese Woche außerdem ungewöhnlichen Trainingsbesuch. Die deutschen Nationalspielerinnen Simone Laudehr, Babett Peters und Jennifer Zietz waren am Dienstagtraining zu Gast und absolvierten eine Trainingseinheit mit den Schützlingen von Daniel Stendel. Beide Seiten hatten dabei viel Spaß. "Technisch und taktisch gab es kaum Unterschiede", erklärte Stendel nach dem Training. "Man merkt jedoch, dass die drei Spielerinnen schon sehr erfahren sind." Ob sie was von der gemeinsamen Trainingseinheit mitgenommen haben, können seine Jungs am Samstag im Porschestadion unter Beweis stellen. Ein steht fest: Den Platz an der Tabellenspitze müssten die jungen Roten selbst bei einer Niederlage nicht aufgeben, denn sie haben auf den Zweitplatzierten Werder Bremen ein Vierpunkte-Polster. Ziel ist es aber, sich oben weiter fest zu setzen und die Spitzenposition zu verteidigen.
ms

Anpfiff der Partie gegen den VfL Wolfsburg, ist am Sonnabend, 19. November, 12 Uhr, im Porschestadion/ A-Platz.