Nachwuchs

U19: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Mit Leidenschaft und harter Arbeit haben sich die A-Junioren am Mittwochabend im Beekestadion mit einem 3:1 gegen den VfB Stuttgart den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Junioren-Vereinspokals verdient. Am morgigen Samstag geht es für Stendels Jungs aber schon weiter, in der Liga wartet Energie Cottbus. 

Königsmann rettet mehrmals
Dabei sah es in der Anfangsphase eher schlecht für die jungen Roten aus: Die Gäste sorgten vor allem über ihre Außenbahnen für Gefahr im 96-Strafraum. Nach Hereingaben von Serkan Uygun oder Dylan Akpess Esmel kam Jan Ferdinand zweimal zum Kopfball - Königsmann parierte glänzend und verhinderte so einen frühen Rückstand. "In der Anfangsphase wirkten wir müde, hatten viele überflüssige Ballverluste", erklärt Stendel. Die Hausherren hielten mit Kampf und Leidenschaft dagegen und fielen in der Offensive durch ihre Effizienz auf: Nach einem schönen Angriff über Enes Biyiklioglu und Mohamad Darwish netzte Moritz Riegel zum 1:0 für die Roten ein (24.), wenig später erhöhte Niklas Feierabend auf 2:0 (39.).

Elfmeter sorgt für Vorentscheidung
Im zweiten Durchgang kam Torschütze Feierabend durch ein Foul im Strafraum der Schwaben zu Fall, den anschließenden Elfmeter verwandelte Darwish sicher und sorgte so für die Vorentscheidung (62.). Doch die Schwaben gaben nicht auf und setzten in der Folge auf Offensive. Dijon Ramaj verkürzte den Rückstand zwar noch (77.), der Sieg der Stendel-Elf geriet in der Schlussphase aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr. "Wir haben unser Ziel, gegen eine Top-Mannschaft die nächste Runde zu erreichen, erreicht", freute sich der 96-Trainer nach Abpfiff der Begegnung.

Pure Freude nach dem Weiterkommen: Die U19 von Hannover 96.
Pure Freude nach dem Weiterkommen: Die U19 von Hannover 96.


Englische Woche
Viel Zeit über diesen tollen Erfolg zu jubeln, bleibt der U19 aber nicht. Schon am morgigen Samstag wartet die nächste Aufgabe in der Liga auf Stendels Jungs, Energie Cottbus ist im Leinstadion Letter zu Gast. Mit einem Torverhältnis von 3:7 (!) haben es die Lausitzer zu 6 Punkten aus drei Spielen gebracht und in der Anfangsphase der Saison ein ziemliches Wechselbad der Gefühle erlebt. Am ersten Spieltag kassierte die Mannschaft von Coach Sebastian Abt auf eigener Wiese eine 0:7-Klatsche gegen den FC St. Pauli, die beiden darauffolgenden Partien gewann sie dann. 

96 kann also durchaus einen Gegner erwarten, der nicht ohne Selbstbewusstsein in Hannover aufschlägt. Duelle mit Cottbus sind traditionell kampfgeprägt, Energie kommt dabei meist über die Defensive und kann gefährliche Nadelstiche setzen. Für die jungen Roten bedeutet das im Umkehrschluss, hinten wachsam zu sein und vorne nicht die Geduld zu verlieren. Gelingt das Stendels Jungs, kann es eine ziemlich erfolgreiche Woche werden. 

Anpfiff der Partie gegen Cottbus ist Samstag, 29. August um 13 Uhr im Leinestadion Letter. 


STATISTIK

Hannover 96: Königsmann – Hafiz, Morison, Biyiklioglu, Ritzka (87. Stühmeier) – Baar (67. Springfeld), Langer – Demir (76. Diedrich), Riegel, Darwish (82. Bahn) - Feierabend

VfB Stuttgart: Köhn - Velic (58. Spanoudakis), Weber, Baloglu, Bajrami - Esmel (72. Ramaj), Schlimgen, Dos Santos, Özcan - Ferdinand (73. Kunz), Uygun

Tore: 1:0 Moritz Riegel (24.), 2:0 Niklas Feierabend (39.), 3:0 Mohamed Darwish (62., Foulelfmeter), 3:1 Dijon Ramaj (77.).

Gelbe Karten: Springfeld, Bahn, Biyiklioglu / -

Schiedsrichter: Tobias Severins

Zuschauer: 350


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