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Der erste Ausländer bei Hannover 96

Der MATCHPLAN, die Stadionzeitung von Hannover 96, beschäftigt sich zum Spiel gegen Eintracht Frankfurt mit dem ersten ausländischen Spieler bei den Niedersachsen.

Hannover 96 - Schon immer "bunt"
96 hatte inzwischen Spieler aus vielen verschiedenen Regionen der Erde. Die Roten hatten schon Kicker aus Brasilien, Senegal, Belgien, Kamerun, USA und vielen weiteren Ländern - Frank Juric war übrigens der bisher einzige Australier. Der erste Ausländer, der für Hannover 96 in der Bundesliga aktiv war, hieß Stefan Bena. Der Jugoslawe der von 1860 München an die Leine wechselte, spielte erstmals am 14. August 1965 für 96 gegen den 1. FC Köln. Damals gewann man mit 1:0 durch ein Tor von Jürgen Bandura. Neuzugang Bena leistete damals, laut Spielbericht, hervorragende Deckungsarbeit.

1965 - Stefan Bena (Nummer 2) im Spiel gegen Aachen.

Der hervorragende Balltechniker aus der Schweiz - Max Senn
Bereits in "grauer" Vorzeit prägte der eine oder andere Ausländer das Fußballgeschehen in Deutschland. Abgesehen davon, dass etliche Engländer an der Gründung vieler deutscher Fußballklubs beteiligt waren, ist ein Spieler von Hannover 96 als einer der ersten Ausländer überhaupt im deutschen Fußball aktenkundig. Max Senn, Stürmer aus der Schweiz, kam 1901 beruflich für eine begrenzte Zeit in ausbildender Funktion zu "Uhren Stellmann" in die Königstraße nach Hannover. Da er ein großes Interesse am Fußball hatte, schloss er sich dem 96-Vorläufer, dem HFC, an. Max Senn hat im hannoverschen Fußball seine Spuren hinterlassen. Zeitzeugen beschreiben den Schweizer als einen hervorragender Balltechniker. Tatsächlich gibt es von Senn aber nur ein einziges überliefertes Foto in Hannover – es zeigt ihn den Ball haltend mit dem Team im Spätsommer 1901. Mehr über Max Senn und seine Karriere in der Schweiz findet Ihr am Samstag in der 96-Stadionzeitung "MATCHPLAN". Erhältlich für 1 Euro in der HDI Arena und den 96-Fanshops.

Mannschaftsfoto mit Max Senn (Mitte unten)