NIEMALSALLEIN

Vor dem Spiel beim amtierenden Pokalsieger 1. FC Nürnberg erinnerte Dieter Hecking an die Duelle aus der vergangenen Saison. Denn trotz der drei Niederlagen "waren wir mit den Nürnbergern dreimal auf absoluter Augenhöhe", sagte Hannovers Trainer während der heutigen Pressekonferenz.

 

 

Erinnerung an den letzten Spieltag
Sowohl die beiden Bundesliga-Duelle (1:3 und 0:3) als auch das DFB-Pokal-Viertelfinale (2:4 nach Elfmeterschießen) hatte 96 gegen den Club verloren. Dabei gaben aber jeweils nur Nuancen den Ausschlag zugunsten der Franken. In bester Erinnerung dürfte allen Fans der Roten vor allem der letzte Spieltag der vergangenen Saison sein, als Thomas Brdaric ein eigentlich regulärer Treffer beim Stand von 0:0 aberkannt wurde. Dadurch verpasste Hannover den Einzug in den UI-Cup, über den sich nun der Hamburger SV für den UEFA-Pokal qualifiziert hat. "Das spielt in den Köpfen der Spieler aber nur eine untergeordnete Rolle", betonte Hecking. "Bei beiden Vereinen werden ja auch einige Neuzugänge auf dem Platz stehen. Und ich gebe ohnehin nicht viel auf Statistiken." Damit spielte der Coach auch auf die nicht gerade glänzende Bilanz seines Vereins in Nürnberg an. Denn der letzte 96-Bundesligasieg beim Club liegt mehr als 19 Jahre zurück. "Aber Serien sind dazu da, irgendwann einmal zu reißen. Vielleicht klappt es ja am Samstag", hofft Hecking.

"Noch kompaktere Spielweise"
Ein Rezept für ein erfolgreiches Auftreten im Frankenland lieferte der gestern 43 Jahre alt Gewordene gleich mit: "Es bedarf in Nürnberg einer noch kompakteren Spielweise als an den ersten vier Spieltagen. Gleichzeitig müssen wir selbstbewusst auftreten. Dann haben wir eine Chance gegen einen Gegner, der – wie man hört und liest – noch auf der Suche nach seiner Form ist." Heckings Mannschaft solle den Nürnbergern zeigen, dass sie unbedingt gewinnen wolle. "Sollte dies gelingen, hätten wir mit neun Punkten einen guten Start hingelegt."

Konkurrenzkampf im defensiven Mittelfeld
Angesprochen auf mögliche Wechsel in der Aufstellung und die größeren personellen Alternativen im defensiven Mittelfeld durch die Verpflichtung von Christian Schulz, sagte Dieter Hecking, dass der Konkurrenzkampf die Spannung im Training hochhalte. "Alle müssen immer ihre Leistung bringen. Das ist doch positiv." Einen Vorteil für Schulz, der sich in Abwesenheit Yankovs und Lalas (Länderspielreisen) im Training für die Startelf empfehlen konnte, wies der Trainer zurück: "Vielleicht spielen am Samstag ja sogar alle drei..."

"Stadtmeister von Hannover"
Nach einer zweiwöchigen Länderspielpause stelle sich immer die Frage, wie man wieder in den Bundesliga-Alltag komme, sagte Hecking. "Aber wir hatten das Glück, dass wir relativ wenige Abstellungen hatten. So konnten wir ordentlich trainieren." Zudem absolvierte 96 drei Testspiele (7:1 gegen Arminia Hannover, 9:2 bei den Sportfreunden Ricklingen und 6:0 beim OSV Hannover), in denen die Stürmer durch Tore Selbstvertrauen tanken konnten. Und ganz nebenbei "sind wir somit Stadtmeister von Hannover geworden", schmunzelte Hecking.
tg

 

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