Zehn Jahre KSC-Jugend
"Für mich ist das Spiel echt was Besonderes. Ich komme aus der Nähe von Karlsruhe und war dort zehn Jahre lang in der Jugend", sagt Allgeier. Entsprechend familiär wird es auch auf den Rängen im BBBank Wildpark: "Große Teile aus meinem Freundes- und Familienkreis werden da sein." Eine persönliche Note ist gegeben – sportlich aber verfolgt der 24-Jährige ein klares Ziel: "Ich bin motiviert, die drei Punkte zu holen und dann mit guter Laune wieder nach Hause zu fahren."
Allgeiers fußballerischer Werdegang ist sehr eng mit dem Karlsruher SC verknüpft. Bereits im Alter von neun Jahren wechselte er in den Nachwuchs des KSC, durchlief sämtliche Altersklassen und trug rund ein Jahrzehnt lang das Karlsruher Wappen auf der Brust. Für die Profimannschaft kam er zwar nicht zum Einsatz, dennoch legte seine Zeit in Baden das Fundament für den weiteren Weg im Profifußball.
Über Ulm nach Hannover
Diesen nahm Allgeier über den SSV Ulm 1846. Zunächst wurde er für zwei Jahre ausgeliehen, sammelte dort reichlich Spielpraxis und entwickelte sich kontinuierlich weiter. Im Anschluss schloss er sich den Spatzen fest an, ehe er nach zwei weiteren Jahren im Sommer 2025 den nächsten Schritt ging und zu Hannover 96 wechselte.
In Hannover fand Allgeier in der Rückrunde sportlich Anschluss und arbeitete sich Schritt für Schritt heran. Nach einer Phase, in der Geduld gefragt war, gehört er inzwischen fest zur Defensive der Roten. Sechs der vergangenen sieben Liga-Partien absolvierte er über die volle Distanz, zuletzt überzeugte er mit stabilen Leistungen unter anderem beim Auswärtssieg in Darmstadt und dem Remis gegen den SC Paderborn.
Besondere Rückkehr mit einem klaren Fokus
"Es freut mich, dass ich gerade viel spiele und der Mannschaft helfen kann", beschreibt Allgeier seine aktuelle Rolle. Mit dem Selbstvertrauen aus den vergangenen Wochen reist der Innenverteidiger nun zurück an seine alte Wirkungsstätte, wo der KSC zuletzt eine 0:3-Niederlage bei der SV Elversberg hinnehmen musste.
So emotional die Rückkehr in die alte Heimat auch ist, auf dem Platz blendet Allgeier dies aus. Für ihn zählt der sportliche Auftrag – und der heißt aus Sicht von Hannover 96, die gute Ausgangsposition weiter zu stärken. Oder, wie es der Verteidiger selbst auf den Punkt bringt: "Ich habe jetzt schon Bock."
lk