Nachwuchs, Leistungsbereich

Junioren ohne Punkte

Die 96-Junioren haben am Samstagmittag verloren. Die U19 musste sich bei RB Leipzig 0:2 geschlagen geben, die U17 unterlag gegen den VfL Wolfsburg mit 1:3. 

Der Moment vor der Pause
Das Spiel entschied sich kurz vor dem Halbzeitpfiff. Die Hannoversche U19 hatte nach einem Freistoß eine hundertprozentige Doppelchance, es gelang ihr aber nicht, Leipzigs Schlussmann zu überwinden. Im Gegenzug traf Krauß für RB zum 0:1 aus 96-Sicht. "Das war sicher der Knackpunkt der Partie", meinte Trainer Stephan Schmidt hinterher. Zuvor hatte er ein bis zum Seitenwechsel klassisches 0:0-Spiel gesehen, in dem beide Mannschaften keine Fehler machen wollten und sich ansonsten fußballerisch auf Augenhöhe begegneten. 

Leipzig nutzt den Raum
Im zweiten Durchgang versuchten die jungen Roten viel, es fehlte im letzten Drittel aber an der berühmten Durchschlagskraft. "Wir haben viel versucht, letztlich ist uns aber die Zielstrebigkeit abgegangen", fand Schmidt. Und weil die Gäste bei ihren offensiven Bemühungen natürlich etwas an Kompaktheit einbüßten, hatte Leipzig Platz für Umschaltmomente. Einen davon nutzten die Hausherren in Spielminute 67, danach war das Spiel laut Schmidt "mehr oder weniger gelaufen". Für die Hannoversche U19 ist die Niederlage beim Spitzenreiter kein Beinbruch. Sie bleibt im oberen Drittel und nach Punkten im Feld der Topteams.
mi

Statistik:

RB Leipzig: Krahl - Jäkel, Talabidi, Majetschak, Mackowiak - Mekonnen (76. Bidstrup), Krauß, Stierlin, Rücker - Hartmann (78. Winter), Holm (58. Krüger, 83. Fontaine)

Hannover 96: Neufeld - Klar, Beckenbauer, Aytun - Walbrecht, Rufidis (63. Kummer), Dzafo (63. Beck), Truemner, Neiß - Stehle, Soto

Tore: 1:0 Krauß (45.), 2:0 Winter (67.)

Gelbe Karten: Mekonnen, Winter / Rufidis, Stehle, Klar, Beckenbauer

Schiedsrichter: Kohnert (Ballenstedt)

Zuschauer: 268


Von allem zu wenig
Mike Barten ahnte schon nach wenigen Sekunden, dass die Pause in der Liga und die freien Tage, die er seiner Mannschaft gegeben hatte, wenig gebracht haben. Auf einen üblen Fehlpass nach 30 gespielten Sekunden schoss der VfL Wolfsburg den Ball an die Latte und diese Szene stand sinnbildlich für die Verfassung, in der sich die U17 seit einiger Zeit befindet und auch in ihrem Heimspiel gegen den niedersächsischen Bundesliganachwuchs befand. Verunsicherung, Fehler, Zögerlichkeit - all das prägte das Spiel der jungen Roten im ersten Durchgang und hatte Folgen. 

23 Minuten, 3 Gegentore
Schon nach 23 Minuten führten die Gäste am Samstagmittag mit 0:3 aus 96-Sicht und was den Coach daran besonders ärgerte war, dass die Gegentore aus Spielsituationen heraus fielen, die im Training ganz oben auf dem Plan standen. Zweimal Flanke, Kopfball, Tor - "genau das haben wir wieder und wieder geübt", sagte Barten, dem die Enttäuschung über den Auftritt seiner Schützlinge nach Abpfiff deutlich anzumerken war. Der Treffer von Franke vom Elfmeterpunkt (56.) und die Leistungssteigerung im zweiten Durchgang, die sicher auch durch das mit weniger Elan auftretende Wolfsburg begünstigt wurde, stimmten ein bisschen zuversichtlich, dass es der U17 gelingen wird, aus dem Tal, das sie gerade durchschreitet, wieder herauszufinden. Los geht es von einem Abstiegsplatz.
mi

Statistik:

Hannover 96: Kokott - Warnecke, Kutluhan (41. Rau), Glombitzka, Eichhorn - Kiy (41. Bas), Lührs - Oppie, Oduah, Franke - Gorny

VfL Wolfsburg: Schulze - da Silva, Beifus, Lang, Weimann - Vukancic (77. Hein), Hofmann, Friederichs (52.Abazaj), Wahlig (52. Görgülü) - Burmeister, Stoye (63. Jojkic)

Tore: 0:1, 0:2 Friederichs (10., 13.), 0:3 Burmeister (23.), 1:3 Franke (56. Foulelfmeter)

Gelbe Karten: - / -

Zuschauer: 150