Nachwuchs

WM-Aus für 96-Talente Soto und Gloster

Sebastian Soto und Chris Gloster sind mit den USA im Viertelfinale der U20-Weltmeisterschaft ausgeschieden. Vor dem Spiel äußerten sich die beiden Youngsters auch über Hannover 96.

Enttäuscht: 96-Talent Sebastian Soto.

Knappes Aus
Für die 96-Talente Sebastian Soto und Chris Gloster ist der Traum vom Titel bei der U20-Weltmeisterschaft in Polen geplatzt. Die US-Boys kassierten im Viertelfinale gegen Ecuador am Samstagabend eine knappe 1:2 (1:2)-Niederlage. Tim Weah, Sohn des ehemaligen Weltfußballers George Weah, hatte zwar zwischenzeitlich zum Ausgleich für die USA getroffen (36. Minute). Letztlich aber behielt Ecuador durch Treffer von José Cifuentes (30.) und Jhon Espinoza (43.) die Oberhand (die Höhepunkte des Spiels gibt es hier im Video).

Soto und Gloster in der Startelf
Für die USA ist es bereits das dritte Viertelfinal-Aus in Folge bei einer U20-Weltmeisterschaft - 2015 hatten sie im Elfmeterschießen gegen Serbien verloren, 2017 in der Verlängerung gegen Venezuela. Und auch diesmal war in einer ausgeglichenen Partie mehr drin gewesen für das Team von US-Coach Tab Ramos, der die beiden 96-Talente Soto und Gloster erneut in die Startelf beordert hatte.

Drei Tore vor der Pause
Soto war es auch, der die erste große Chance der US-Amerikaner mit einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte einleitete. Der anschließende Schuss von Alex Mendez ging jedoch knapp am Tor vorbei (20.). Auf der Gegenseite traf Cifuentes mit einem sensationellen Distanzschuss zur Führung für Ecuador. Weah gelang zwar umgehend der Ausgleich, doch kurz vor der Pause gingen die Südamerikaner durch Espinoza erneut in Führung.

Soto vergibt große Chance
Die US-Boys gaben jedoch nicht auf - und hatten nach knapp einer Stunde die große Chance zum erneuten Ausgleich. Nach einem tollen Zuspiel tauchte Soto plötzlich völlig frei vor dem gegnerischen Tor auf, zirkelte den Ball aus sechs Metern Entfernung aber nur ans Außennetz (58.). Es entwickelte sich eine packende Partie mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten - am Ende aber blieb es beim 1:2 aus Sicht der USA.

Tränen nach dem Schlusspfiff
Vor allem Soto war die Enttäuschung hinterher anzusehen: Der 18-Jährige lag nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen des Stadion Miejski und ließ seinen Tränen freien Lauf. Mit vier Toren hatte er die US-Auswahl überhaupt erst bis ins Viertelfinale geführt, unter anderem im Achtelfinale den großen Favoriten Frankreich mit zwei Treffern aus dem Turnier geschossen. Doch nicht nur Soto überzeugte bei dieser Weltmeisterschaft, auch Außenverteidiger Gloster spielte ein starkes Turnier. Und so zeigte das US-Duo, warum es von den Roten vor etwas mehr als einem Jahr nach Hannover geholt worden war.

Starkes Turnier: Chris Gloster.

"Bin 96 wirklich dankbar"
Wobei der Wechsel nach Deutschland für die beiden keineswegs einfach gewesen sei, wie sie in einem Interview in dieser Woche verrieten. "Ich wusste ja gar nicht, wie es für mich laufen würde, so ganz ohne meine Freunde um mich herum", sagte beispielsweise Soto. Es lief dann doch ziemlich gut für den Youngster, der von Real Salt Lake nach Hannover gekommen war. Soto überzeugte als Torjäger in der U19 der Roten und machte gegen Ende der Saison sogar seine ersten drei Profispiele in der Fußball-Bundesliga. "Ich bin Hannover 96 wirklich sehr dankbar dafür, wie sie sich um mich kümmern", sagte Soto.

"96 ist wie eine Familie"
Ähnlich positiv äußerte sich auch Gloster, der anders als Soto noch auf sein Profidebüt wartet. "Hannover 96 ist wie eine Familie für mich", sagte der 18-Jährige, der zuvor bei den New York Red Bulls gekickt hatte, "Hannover ist der richtige Ort für meine weitere Entwicklung." Und natürlich helfe es ihm, mit Soto "einen Nationalmannschaftskollegen im Team zu haben, der auch Englisch spricht". Und wer weiß: Vielleicht sorgen die beiden US-Boys ja schon bald auch bei den 96-Profis gemeinsam für Furore.
hop