Nachwuchs, Grundlagenbereich

Unsere U10 im Akademie-Saisonrückblick

Im Jahrgang U10 von Hannover 96 gilt seit zwei Jahren das Modell "Perspektivteam". Ausgewählte Talente der Region trainieren einmal wöchentlich in der Akademie und sind im Regelspielbetrieb für ihre Heimatvereine am Ball. Zugleich vertreten sie unsere Farben erfolgreich bei Turnieren oder Leistungsvergleichen. Wir verraten Euch, wie die abgelaufene Saison verlaufen ist, geben einen Einblick in das junge Konzept und ziehen ein erstes Fazit.

Turniersieger in einem spektakulären Teilnehmerfeld in Iserlohn: Unsere U10.

Einmal wöchentlich 96
In unserer U10 trainieren ausgewählte Talente der Region einmal wöchentlich im "Perspektivteam" bei den Trainern Marco Möhring und Tim Bartel. Das Duo wird von der Sozialassistentin Sabrina Möhring unterstützt, die mit ihrer pädagogischen Expertise als Betreuerin fungiert. Weitere Einheiten und den regulären Punktspielbetrieb absolvieren die E-Jugendlichen in ihren jeweiligen Heimatvereinen. Damit sich dieser Jahrgang aber auch mit anderen Nachwuchsleistungszentren messen kann, werden regelmäßig Leistungsvergleiche und Turniere gespielt. Für die gemeinsame 96-Zeit sei für die Jungs "natürlich nahezu alles ein Highlight", sagt der 31-jährige Möhring, der hauptberuflich im Personalwesen tätig ist, und ergänzt: "Sportlich gesehen, sind die gewonnenen Turniere in Iserlohn und Kaarst die Höhepunkte."

Offensiv-Feuerwerk in Iserlohn
Das internationale Hallenturnier im nordrhein-westfälischen Iserlohn erstreckte sich über zwei Tage mit Mannschaften aus fünf Nationen - darunter waren Topklubs wie Borussia Dortmund und FC Schalke 04. Am 2. und 3. Februar brannten die Mini-Roten ein regelrechtes Feuerwerk ab und erzielten mit Abstand die meisten Tore. In der Zwischenrunde gelang sogar der höchste Sieg des gesamten Turniers: KF Lushta aus dem Kosovo wurde bei einer Spieldauer von zehn Minuten mit 10:0 geschlagen. Nach sieben Siegen in sieben Partien in Vor- und Zwischenrunde hatten auch der VfL Bochum im Viertel- sowie AC Boulogne aus Frankreich im Halbfinale keine Chance. In beiden Duellen gewann der 96-Nachwuchs mit 4:0. Der Finalerfolg nach Neunmeterschießen über Schalke rundet das hervorragende Wochenende ab.

Über knappes Weiterkommen zum Turniererfolg in Kaarst
Am 30. Mai reiste unsere U10 wieder Richtung Ruhrgebiet. Die SG Kaarst ludt zum Turnier zu Christi Himmelfahrt ein – outdoor auf Kunstrasen. Die Vorrunde überstanden die Mini-Roten, trotz dreier Niederlagen aus fünf Begegnungen, knapp. Im Viertelfinale wurde der FC Augsburg mit 2:1 aus dem Weg geräumt und in der Runde der letzten vier der VfL Bochum mit 1:0 ausgeschaltet. Das Endspiel von Kaarst ging gegen einen von zwei ausländischen Turniergästen, denn neben Vorrundengegner Sanderum BK aus Dänemark war auch der österreichische Vertreter Rapid Wien am Niederrhein zu Gast. Die Goldmedaille sicherte sich allerdings der 96-Nachwuchs, der sich nach 15 Finalminuten mit 2:0 behaupten konnte.

Bewährtes Modell: "Perspektivteam"
Sich gegen andere Leistungszentren so stark zu behaupten ist bei Leibe keine Selbstverständlichkeit. "Dafür, dass die Jungs bei uns einmal die Woche trainieren, ist die Entwicklung sehr beeindruckend", beschreibt Möhring die Fortschritte seiner Jungs: "Es macht einfach Spaß die Jungs in ihrer Entwicklung zu beobachten, sie zu begleiten und zu fördern." In der U10 werden die Top-Talente der Region langsam an das Niveau und die Struktur eines Nachwuchsleistungszentrums gewöhnt. Bei Hannover 96 hat sich das Modell in seiner zweiten Saison vollends bewährt. In allen anderen Bundesliga-Klubs beginnt die Maßnahme des "Perspektivteams" bereits früher, und eine U10 gehört zum festen Bestandteil.

"Es lohnt sich"
"Wir wollen die Jungs länger in ihrer gewohnten Umgebung lassen, um länger zu beobachten und reflektierte Entscheidungen zu treffen. Die Leistungsvergleiche bestätigen, dass unsere Struktur früh genug beginnt", sagt Johannes Plecksnies, der die Mannschaften von der U10 bis zur U15 koordiniert. Das Modell "Perspektivteam" ist auch für Trainer Möhring ein überzeugendes Konzept: "Es lohnt sich ein Jahr kontinuierlich mit den Jungs zu arbeiten, sie langsam heranzuführen und aus Akademiesicht unterschiedliche Eindrücke der Entwicklung zu bekommen." Der Platz im Perspektivkader garantiert allerdings nicht die Übernahme in das jüngste feste Team im 96-Nachwuchs - der U11.

Wir danken den Heimatvereinen
Ein besonderer Dank gilt den Vereinen der Region, die ihren leistungsstärksten Akteuren das Mitwirken im "Perspektivteam" von Hannover 96 ermöglichen. "Wir haben eine sehr gute Kooperation mit allen Heimatvereinen", sagt Möhring und betont: "Um von Beginn an transparent zu sein, laden wir auch die Vereinstreter zum Elternabend ein." Sowohl das Trainerduo Möhring/Bartel als auch Betreuerin Sabrina Möhring werden auch in der Spielzeit 2019/2020 bei unserer U10 an der Seitenlinie stehen.
cvm