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6:1 in Bemerode: 96 siegt auch im zweiten Test

Die Roten gewinnen beim TSV Bemerode mit 6:1 und trotzen dabei nicht nur dem Gegner, sondern auch der Hitze.

In Bemerode im Einsatz: 96-Profi Matthias Ostrzolek (rechts).

Große Spielfreude
"Meine Mannschaft freut sich immer, wenn sie in der Vorbereitung gegen einen Klub aus der Region spielen darf, statt auf dem Trainingsplatz zu stehen", hatte 96-Cheftrainer Mirko Slomka noch kurz vor dem Anpfiff gesagt - und eben diese Spielfreude war den Roten dann auch anzusehen, als sie am Sonntag beim Bezirksligisten TSV Bemerode zu Gast waren. Mit 6:1 (4:0) setzten sich die 96-Profis am Ende durch und feierten den zweiten Sieg im zweiten Testspiel der noch jungen Saison.

4:0-Pausenführung
Bei hoch sommerlichen Temperaturen erwischten die Roten einen guten Start, gingen schnell mit 3:0 in Führung. Iver Fossum (5. Spielminute) und Hendrik Weydandt per Doppelschlag innerhalb von einer Minute (13./14.) trafen. Edgar Prib hätte nachlegen können, verschoss aber einen Foulelfmeter. Unmittelbar nach einer Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit erhöhte Miiko Albornoz auf 4:0 (26.). So ging es auch in die Pause.

Vier Wechsel in der Pause
Zur zweiten Halbzeit wechselte Slomka viermal. Unter anderem blieb Fossum in der Kabine, der Norweger wurde wegen einer Muskelverhärtung geschont. Aus demselben Grund waren Josip Elez und Florent Muslija in Bemerode gar nicht erst zum Einsatz gekommen.

Ehrentreffer für Bemerode
Die vielen personellen Wechsel hatten zunächst keine großen Auswirkungen auf den Spielfluss. 96 hatte das Geschehen weiterhin im Griff und traf nach knapp einer Stunde zum 5:0. Torschütze war erneut Weydandt (57.). Die Gastgeber aber steckten nicht auf und wurden für ihren unermüdlichen und stets fairen Einsatz mit dem Ehrentreffer belohnt. Timo Lindemann traf aus rund 20 Metern mit der Picke für den TSV Bemerode (60.). 96-Keeper Philipp Tschauner, der nach dem Seitenwechsel für Ron-Robert Zieler ins Tor gerückt war, traf keine Schuld (witzige Randnotiz: den Schuh von Torschütze Lindemann hat Tschauner nach dem Spiel noch signiert - natürlich auf der Pieke).

Schweißtreibende Angelegenheit
Mit fortschreitender Spieldauer machte sich die Hitze jedoch deutlich bemerkbar. 96 ließ Ball und Gegner laufen, agierte aber nicht mehr ganz so temporeich wie noch zu Beginn der Partie und ließ auch die eine oder andere gute Tormöglichkeit ungenutzt. Immerhin: Jonathas kam noch zu seinem Tor, auf Vorarbeit von Geburtstagskind Linton Maina (6:1/85.). Es war der Schlusspunkt hinter eine schweißtreibende Angelegenheit.

"Mehr gute Situationen"
"Wir nehmen eine Menge mit heute", sagte 96-Trainer Slomka und verwies dabei auf feste Abläufe vor, während und nach dem Spiel, die sich in den kommenden Wochen bis zum Zweitligaauftakt einschleifen sollen. "Das Warm-up zum Beispiel mache ich ein bisschen anders als andere Trainer. Dasselbe gilt für die Halbzeitpause." Mit der Leistung war Slomka, trotz einiger vergebener Möglichkeiten, zufrieden. "Wir hatten heute mehr gute Situationen als am Vortag, was sicher auch daran lag, dass es bereits das zweite Spiel für die Jungs war."
hop

STATISTIK

Hannover 96: Zieler (46. Tschauner) - Korb, Beckenbauer, Ostrzolek - Fossum (46. Marusenko), Tarnat, Albornoz (46. Aytun), Prib (69. Albornoz), Stefandl, Maina (46. Jonathas) - Weydandt (69. Maina)

Tore: 0:1 Fossum (5.), 0:2 Weydandt (13.), 0:3 Weydandt (14.), 0:4 Albornoz (26.), 0:5 Weydandt (57.), 1:5 Lindemann (60.), 1:6 Jonathas (85.)

Schiedsrichter: Behrens (TuS Wettbergen)

Zuschauer: 1896