Nachwuchs, Aufbaubereich

Unsere U13 im Akademie-Saisonrückblick

Unsere U13 hat ihr großes Ziel erreicht: Seit der Staffelmeisterschaft in der Kreisliga ist der Bezirksliga-Aufstieg unter beeindruckenden Umständen perfekt. Was diese Geschichte so besonders macht, wie es in den anderen Wettbewerben lief und eine Momentaufnahme aus der Hallensaison - hier im "Akademie-Saisonrückblick".  

Die Freude ist nach dem Bezirksliga-Aufstieg riesengroß, wie hier bei einem Hallenturnier in Stadthagen.

Grandioser Aufstieg
Unsere U13 hat das große Ziel erreicht: Aufstieg in die C-Junioren Bezirksliga. Das Bemerkenswerte an dieser grandiosen Geschichte ist, dass ihre Gegner größtenteils zwei Jahrgänge älter waren. Zu Beginn der Pubertät ein Quantensprung. Es gibt da allerdings noch einen zweiten Faktor, der diesen stolzen Erfolg besonders macht: Für unseren 96-Nachwuchs war die erste Saison in der C-Jugend, die erste Spielzeit auf Großfeld zum Elf gegen Elf. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir das so souverän meistern", bestätigt auch Cheftrainer Nico Mavridis, der das zweite Jahr in der 96-Akademie an der Seitenlinie stand. Florian Much und Lukas Borm komplettieren das erfolgreiche Trio.

Die Premierensaison
Die U13 von Hannover 96 hat in der Saison 2018/19 Premiere gefeiert: Es wurde erstmals für die C-Junioren Kreisliga gemeldet. Im C-Bereich sind Mannschaften der Jahrgänge U15 und U14 beheimatet und dementsprechend spielen die Akademie-Talente in der Regel gegen bis zu zwei Jahre ältere Gegenspieler. "Du musst in Ballbesitz bleiben und versuchen das Spiel zu kontrollieren, weil jeder Ballverlust extrem wehtut. Die Gegenspieler sind in ihrer physischen Entwicklung viel weiter: Sie sind schneller, größer und haben mehr Kraft", erklärt der 27-jährige Mavridis seinen Lösungsansatz für den natürlichen Nachteil. Trotzdem marschieren die Roten Kopf an Kopf mit der U15 von TuS Ricklingen durch die Kreisliga-Staffel 02 und bleibt die kompletten 20 Spiele ungeschlagen. Gegen den ärgsten Kontrahenten hat es mit 2:2 und 3:3 die einzigen beiden Punktverluste gegeben, sodass mit 56 Punkten und einem Torverhältnis von 114:13 eine hervorragende Saison zum Bezirksliga-Aufstieg geführt hat.

Meisterschaftsfinale und Kreispokal
Der Staffeltitel berechtigte zur Teilnahme zum Kreismeisterschaftsfinale gegen den Meister der Staffel 01. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hatte sich nach einer Saison mit nur zwei Zählern weniger für das Endspiel am 23. Juni qualifiziert. An der Spielstätte des TSV Kirchrode kam es dann mit 0:4 zur einzigen Pflichtspielniederlage in der regulären Spielzeit von 70 Minuten. "An dem Tag war nicht viel mehr drin. Insbesondere in der ersten Halbzeit war der Gegner griffiger und zielstrebiger. Sie waren einfach besser", reflektiert der Chefcoach und ergänzt eine zweite Problematik: "Die Kräfte haben am Ende einer langen Saison nachgelassen und es hat einfach die Frische gefehlt. Gleich vier Verteidiger sind ausgefallen, obwohl wir nie mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten."
Im C-Junioren Kreispokal hingegen ist unsere U13 denkbar unglücklich gescheitert. Das Halbfinale beim TSV Godshorn ging mit 9:10 nach Elfmeterschießen verloren, da nach einem 2:2 kein Endspielteilnehmer ermittelt werden konnte. Dabei hat der 96-Nachwuchs mit 2:1 in Führung gelegen, bevor Godshorn durch einen Strafstoß in der 56. Spielminute zum Ausgleich kam. "Man möchte immer ins Finale und am Ende den Pokal hochhalten", kommentiert der gelernte Physiotherapeut das ärgerliche Aus.  

Besondere Erinnerungen
Auch in der U13 werden immer wieder Leistungsvergleiche und Turniere gespielt, sich auf höchstem Niveau gemessen. "Wir haben einige Male sehr gut abgeschnitten", lobt Mavridis, doch ein Titel auf einem der großen NLZ-Turniere blieb dem Akademie-Nachwuchs verwehrt. Das Outdoor-Turnier in Paderborn ist dem Deutsch- und Sportstudenten dabei ganz besonders in Erinnerung geblieben: "Wir haben von 50 Teams den zweiten Platz erreicht und gegen Borussia Mönchengladbach unglücklich im Neunmeterschießen das Finale verloren." Gegen die Belgier vom FC Antwerpen hatte 96 bei dem zweitägigen Turnier im Oktober letzten Jahres noch im gleichen Stil das Halbfinale für sich entschieden. In der Zwischenrunde wurde namhafte Konkurrenz wie Werder Bremen, Mainz 05, VfL Wolfsburg und AIK Stockholm aus Schweden hinter sich gelassen und aus dem Turnier geworfen.
Auch auf dem Hallenparkett ist bei den jungen Roten der Winter insgesamt sehr positiv verlaufen. "Wir haben in kürzester Zeit drei große NLZ-Turniere auf dem zweiten Platz beendet. Am Ende haben wir es leider nicht geschafft eines zu gewinnen, aber viel Zuspruch für unsere Spielweise bekommen und ein solches Feedback bleibt natürlich in Erinnerung", erzählt Mavridis über die titellose, aber erfolgreiche Indoor-Zeit.

Oberste Spielklassen
Eine intensive Saison ist mit der Staffelmeisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg vorbei. In der Saison 2019/20 spielt die U13 damit in der Bezirksliga und höchstmöglichen Spielklasse. Denn: Unsere U15 spielt in der C-Junioren Regionalliga und die U14 in der nächsttieferen Landesliga. Nico Mavridis wird seine Jungs auch ein drittes Jahr begleiten und rückt mit Co-Trainer Florian Much in die U14 auf. Mit Antonino Sansone wird es neue Unterstützung auf der Trainerbank geben, der die abgelaufenen Saison für die U19 des FC Verden verantwortlich war und Lukas Borm ersetzt. "Es war eine sehr, sehr positive Saison, in der wir richtig gut gespielt und tolle Erfolge erzielt haben", schließt Mavridis mit seinem Saisonfazit das erste Kapitel einer U13 von Hannover 96 in der C-Junioren Kreisliga. Neuer Abschnitt: Bezirksliga.
cvm