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Kocak ist zufrieden: "Wir machen das Beste aus der Situation"

Nach vier Tagen Kleingruppen-Training in der HDI Arena ist 96-Chefcoach Kenan Kocak zufrieden: Endlich wieder auf dem Platz, endlich wieder mit Ball – wenn auch alles aufgrund der besonderen Verhaltensregeln noch anders laufen muss, als es normalerweise laufen würde.

Herausforderung für alle
"Das Beste aus der Situation machen": Dieses Motto hatte Kocak Anfang der Woche ausgegeben. "Für uns alle ist das neu, keiner von uns hat so etwas vorher schon einmal erlebt", sagt Kocak, der seinen Trainingsplan den gesundheitlichen Erfordernissen angepasst hat und dabei seinem Motto treu blieb: Auch Kocak holt für sein Team das Beste aus dem heraus, was er eine "Herausforderung" nennt.

"Kenan Kocak: "Ich freue mich, wieder mit dem Jungs arbeiten zu können."

"Wir waren vier Wochen raus"
Die Herausforderung besteht vor allem darin, einen Startnachteil möglichst schnell auszugleichen. Während die komplette 96-Mannschaft bereits in häuslicher Quarantäne war, konnten andere Klubs noch mehrere Tage lang trainieren. "Wir sind der einzige Klub, der vier Wochen raus war", sagt Kocak. "Das müssen wir versuchen aufzufangen." Doch Kocak ist keiner, der jammert, im Gegenteil: "Die Trainingsinhalte sind natürlich eingeschränkt. Aber wir wollen uns nicht beschweren."

Mit Freude bei der Sache
Kocak coacht beim Kleingruppentraining so wie in den Wochen vor der Coronakrise beim Mannschaftstraining: mit klaren, lauten Anweisungen, mit Lob und Hilfestellungen. "Ich freue mich, wieder mit den Jungs arbeiten zu können", sagt er. Dieser Spaß ist zu spüren, heute schnappte sich der Trainer kurz einmal die Fotokamera der Medienabteilung, um selbst ein paar Schnappschüsse zu machen.

"Gesundheit ist oberste Pflicht"
Auch wenn das Gruppengefühl durch die Abstandsregeln ein anderes ist und Zweikämpfe auf dem Rasen ausbleiben müssen: Im Vergleich zum Individualtraining ist das Kleingruppentraining ein Schritt zurück in die Normalität. Bei allem ist Kocak eines aber wichtig: "Die Gesundheit ist und bleibt oberste Pflicht." Und: "Fußball ist nicht wichtiger als die Gesellschaft."
hr