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Das ist neu beim Liga-Restart: Keine Zuschauer, mehr Wechsel und Stadien mit drei Zonen

Am Wochenende rollt erstmals seit mehr als zwei Monaten in der 1. und 2. Bundesliga wieder der Ball – leider noch nicht für Hannover 96. Für unsere Roten geht es durch den Ausfall des Spiels gegen Dynamo Dresden erst am 23. Mai in Osnabrück los. Wir haben für Euch zusammengefasst, was Ihr wissen müsst über die Neuigkeiten zum Restart im Profifußball.

Mit 96-Beteiligung rollt der Ball erst am kommenden Wochenende wieder. (Foto: Oliver Hardt/Getty/DFL)

  • Fünf statt drei Wechsel: Für den Rest der Saison in der 1. und 2. Liga sind fünf statt drei Auswechslungen erlaubt. Das entschied die Deutsche Fußball Liga (DFL) und übernahm damit die vom Weltverband FIFA eingeführte Änderung. Das neue Wechselkontingent gilt nur für Wettbewerbe, die zum 31. Dezember 2020 abgeschlossen sein werden, unabhängig davon, ob sie bereits begonnen haben. Durchgeführt werden dürfen die Wechsel in der Pause und bei weiteren drei Gelegenheiten während der Spielzeit. Damit soll verhindert werden, dass in der Schlussphase eines Spiels das neue Instrument zu vermehrtem Zeitspiel genutzt wird. 96-Chefcoach Kenan Kocak kann also beispielsweise fünf Spieler in der letzten Minute einwechseln oder einen Spieler in der 1. Halbzeit, zwei in der 75. Minute und zwei in der 85. Minute. Die Pause bleibt praktisch als vierte Wechseloption, weil das Spiel zu diesem Zeitpunkt ruht, an der Zahl der Wechselmöglichkeiten (5) ändert sich aber nichts.

  • Klare Regeln, vorgeschriebene Personenzahlen: Das umfassende Hygiene- und Schutzkonzept der DFL ist die Grundlage für die Fortsetzung der Saison. Es reicht von verpflichtenden Corona-Tests über klare Hygieneregeln im Mannschaftsumfeld und häuslichen Bereich bis hin zur Begrenzung von Personen im Stadionumfeld an Spieltagen. Jedes Stadiongelände wird in drei Zonen – Innenraum, Tribüne, Außengelände – eingeteilt. Auf dem gesamten Stadiongelände dürfen zeitgleich maximal 300 Personen sein, in jeder Zone jeweils nur 100 (in der 2. Liga sind es weniger Personen).

  • Keine Zuschauer: Alle Spiele finden ohne Zuschauer statt. Das ist bedauerlich, aus gesundheitlichen Gründen aber unabdingbar. Auch sonst üblicherweise feste Rituale rund um ein Spiel entfallen: Es gibt keine Kinder, die die Spieler auf den Rasen begleiten, auch die Maskottchen müssen zuhause bleiben. Auch ein gemeinsames Aufstellen der Mannschaften vor dem Anpfiff entfällt.

  • Verhaltener Jubel: Beim Torjubel sollen Umarmungen oder Abklatschen unterlassen werden, stattdessen sollen sich die Spieler nur kurz mit den Füßen oder dem Ellenbogen berühren.

  • Ortswechsel möglich: Der FC Bayern hat ein Heimspiel in der hannoverschen HDI Arena? Das ist theoretisch möglich, denn im weiteren Verlauf der Saison 2019/20 gibt es die Möglichkeit, ein Spiel aus übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig in einem anderen Stadion auszutragen. Hintergrund ist, dass durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auch die Entwicklung eines nur regionalen beziehungsweise lokalen Infektionsgeschehens denkbar ist, welches unter Umständen die Durchführung eines Spiels an dem vorgesehenen Spielort kurzfristig unmöglich macht, während an einem anderen Spielort gespielt werden kann.
    hr