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Sulejmani kennt Würzburg-Trainer: "Gepusht" von Trares, "nächster Schritt" unter Kocak

Der Cheftrainer, der bei den Würzburger Kickers am Sonntag an der Seitenlinie stehen wird, ist neu, aber ein 96er kennt ihn dennoch bereits sehr gut: Valmir Sulejmani spielte von 2018 bis 2020 zwei Jahre lang unter Bernhard Trares bei Waldhof Mannheim. Die beiden hatten ein gutes Verhältnis, Sulejmani wünscht Trares viel Glück - aber nur mit Einschränkungen.

Im Sommer kehrte Valmir Sulejmani nach zwei Jahren bei Waldhof Mannheim zu Hannover 96 zurück.

Gemeinsamer Aufstieg
"Mich verbindet vieles mit ihm", sagt unser Stürmer mit Blick auf Trares. Und das verwundert nicht, schließlich nahm Sulejmanis aktive Karriere erst in Mannheim so richtig Fahrt auf. Unter Trares absolvierte der 24-Jährige 54 Pflichtspiele für Waldhof, in denen er 28 Tore erzielte und 16 weitere Treffer vorlegte, gemeinsam feierten sie 2019 den Aufstieg in die 3. Liga.

"Kann einem in den Arsch treten"
Ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Coach gibt es für Sulejmani an diesem Sonntag. Nach zweieinhalb Jahren bei den Mannheimern wurde Trares' Vertrag im Sommer nicht verlängert, nun übernahm er das Traineramt bei den Würzburger Kickers - dem nächsten 96-Gegner. Und was ist er nun für ein Typ, der Trares? "Er kann einem schon mal in den Arsch treten", erzählt Sulejmani. Aber er sei "schon auch ein Kumpel-Typ, haut ab und zu mal einen Witz raus und nimmt einen auch mal in den Arm, wenn es einem nicht gut geht."

Sehen sich am Sonntag in Würzburg wieder: Valmir Sulejmani und Bernhard Trares.

Zwei prägende Jahre
Als Sulejmani im Sommer nach Hannover zurückgekehrt ist, habe Trares ihm eine Nachricht geschrieben und gratuliert. "Wir haben immer noch ein gutes Verhältnis, das waren einfach zwei besondere Jahre, die mich weitergebracht und gepusht haben", sagt Sulejmani. Das Kapitel mit Trares ist nun aber abgeschlossen. "Jetzt mache ich hier den nächsten Schritt." Und den habe er absolut nicht bereut: "Es passt einfach alles." Sieben Einsätze stehen für Sulejmani in dieser Saison bislang zu Buche - und damit es noch mehr werden, gebe er weiter "Gas im Training".

Unter Kocak der nächste Schritt
Das kommt auch bei 96-Cheftrainer Kenan Kocak an, der Sulejmani seit Sommer Tag für Tag im Training fördert. "Die Performance von ihm ist richtig gut, ich bin sehr zufrieden mit ihm und seiner Trainingsleistung", sagte Kocak jüngst über Sulejmanis Entwicklung. "Wenn er so weitermacht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ihm endgültig der Durchbruch gelungen ist." Ebenso ein Lob gibt es auch von Sulejmani für Kocak, mit dem er sich bereits im Winter in Mannheim zu einem ersten lockeren Gespräch getroffen hatte. "Er will uns immer weiterhelfen", sagt Sulejmani. "Er und sein Team lassen sich hier im Training schon viel einfallen, davon profitieren wir alle." Und auch auf persönlicher Ebene stimmt es. "Menschlich ist er wirklich 1A", sagt Sulejmani über Kocak.

Erfolg erst nach Sonntag
In Würzburg (Sonntag, 13.30 Uhr, im "Roten Radio" und Liveticker auf hannover96.de) soll dann auch endlich der erste Auswärtssieg in der Liga her, da zählen für Sulejmani auch keine alten Verbindungen. Beim Antritt des neuen Jobs habe er "Bernhard Trares auch geschrieben und ihm viel Glück gewünscht - allerdings erst nach Sonntag", berichtet er mit einem Schmunzeln. "Die drei Punkte wollen und müssen wir unbedingt holen". Das können wir so unterschreiben.
jb