Entwicklung durch Perspektivwechsel
Nachdem die U12, U13, U14, U15, U16 und U19 von Hannover 96 als erste Mannschaften in die neue Veranstaltungsreihe gestartet sind, war nun die U17 unterwegs. Alle Team-Aktivitäten dieser Art finden in enger Zusammenarbeit mit dem Team Nachhaltigkeit und CSR von Hannover 96 statt, um viele verschiedene passende Formate für die unterschiedlichen Mannschaften zu finden. Juri Sladkov, Leiter CSR/Nachhaltigkeit, über den Besuch in der "Impression Depression school": "Das Format hat gezeigt, wie wichtig es ist, bewusst in sich hineinzuhören und Warnsignale ernst zu nehmen. Gleichzeitig hat der Perspektivwechsel unseren Spielern geholfen, mehr Verständnis für die Gedanken und Gefühle anderer zu entwickeln."
"Impression Depression school" mit VR-Brillen
Gemeinsam mit der Robert-Enke-Stiftung war unsere U17 zu Gast in der Turnhalle der KGS Hemmingen, 96-Partnerschule und DFB-Eliteschule des Sports. Im Mittelpunkt des Besuchs war die "Impression Depression school". Das Projekt sensibilisiert Jugendliche und junge Erwachsene im schulischen Kontext auf einzigartige Weise für das Krankheitsbild Depression. Zum Einstieg wurde den Spielern das Krankheitsbild Depression auf informativer Ebene näher gebracht, danach tauchten sie mithilfe von VR-Brillen in einen rund fünfzehnminütigen Film ein, der eindrucksvoll zeigt, wie sich Depression für Betroffene anfühlen kann. Diese Erfahrung ermöglichte es den Jungs, sich für einen Moment in die Gedanken- und Gefühlswelt eines erkrankten Menschen hineinzuversetzen.
Reflexions- und Präventionsphase
Im Anschluss kamen die Spieler mit den Mitarbeitenden der Stiftung zusammen, um sich über das Gesehene auszutauschen. In einer offenen Gesprächsrunde konnten Eindrücke, Gedanken und Fragen geteilt werden. Dabei ging es nicht nur um das Erleben des Films, sondern auch darum, wie wichtig es ist, über mentale Gesundheit zu sprechen und aufmerksam füreinander zu sein. Abgerundet wurde der Abend mit mehreren Mini-Games in der Turnhalle. Beim Tischtennis, Basketball oder Jenga entstand schnell eine lockere Atmosphäre, die Raum für weitere Gespräche bot und den Austausch zwischen Spielern und Stiftungsmitarbeitern fortsetzte.
"Am Ende geht es immer um den Menschen"
"Das Thema mentale Gesundheit zu bespielen, ist enorm wichtig, denn am Ende geht es immer um den Menschen, nicht nur um den Sportler. In diesem Projekt konkret ging es vor allem um Aufklärung und Prävention zum Thema Depression. Die Jungs sollen grundsätzlich verstehen, wie wichtig es ist, auf sich selbst und im Team aufeinander zu achten, sich gegenseitig zu unterstützen und auch offen miteinander zu sprechen. Reden hilft. Und genau diese Offenheit wollen wir fördern", resümiert Peter Wellbrock, Sportpsychologe der 96-Akademie, den Abend. Ein großes Dankeschön geht an die Robert-Enke-Stiftung, die diesen Abend ermöglich hat und am Folgetag ihr Programm auch den anderen Sportklassen der KGS Hemmingen zur Verfügung gestellt hat. Ein abschließender Termin der Projektreihe ist mit der U23 bereits geplant.
mi