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AOK-Gesundheitstipp Juni: Verschossen in Sommersprossen

An Sommersprossen scheiden sich die Geister: Wer sie hat, liebt sie meist nicht, andere finden sie süß. Vor allem bei hell- oder rothaarigen Menschen (Hauttyp I und II) sprießen bei längerer Sonneneinstrahlung jede Menge der kleinen braungelben Pigmente, in sonnenarmen Monaten sind sie dagegen meist kaum zu sehen. Die gute Nachricht: Sommersprossen an sich sind absolut harmlos. Sie sind aber auch ein Zeichen für sonnenempfindliche Haut. Sommersprossige sollten sich daher besonders vor Sonne oder UV-Strahlung schützen.

Sommersprossen an sich sind absolut harmlos, sie sind aber auch ein Zeichen für sonnenempfindliche Haut. (Foto: AOK)

Ein ungefährlicher Gendefekt
Sommersprossen sitzen in der obersten Hautschicht, der Epidermis. Ursache für ihre Entstehung ist ein ungefährlicher Gendefekt, der dazu führt, dass sich die Pigmente nicht gleichmäßig in den Hautzellen verteilen. Normalerweise bilden bestimmte Hautzellen, die so genannten Melanozyten, das Pigment Melanin als Schutz vor Sonnen- oder UV-Strahlung. Je stärker die Sonneneinstrahlung, desto mehr Melanin wird produziert und desto stärker wird die Hautpigmentierung. Die Haut wird braun und ist durch das Pigment kurzfristig vor den schädlichen UV-Strahlen geschützt, erklärt die AOK Niedersachsen.

Sommersprossen sind ein Zeichen dafür, dass sich das Melanin nicht gleichmäßig verteilt – in manchen Zellen wird mehr gebildet, die charakteristischen braunen Pünktchen entstehen. Sie zeigen sich vor allem an den Körperstellen, die stark der Sonne ausgesetzt sind, wie Nase, Stirn, Wangen, Dekolleté oder auch auf den Armen.

Auf Sonnenschutz achten
Sommersprossige müssen immer auf ausreichenden Sonnen- und UV-Schutz achten. Zum Beispiel sollten sie zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne am besten ganz meiden, da dann die Strahlung am intensivsten ist. Als Faustregel gilt: Wer Hauttyp I hat, sollte sich nicht länger als zehn Minuten ohne Schutz in der Sonne aufhalten, bei Hauttyp II sind es maximal 20 Minuten. Sonnencreme sollte dabei mindestens Lichtschutzfaktor 30, besser noch 50 haben.

Wachsam sollte man sein, wenn Pigmentflecken sich deutlich verändern, beispielsweise die Größe, Form oder Farbe. Ein Alarmsignal ist, wenn sie bluten. Solche Flecken sollte man immer vom Arzt kontrollieren lassen.

Für Versicherte ab 35 Jahren übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening. Dabei untersucht Ärztin oder Arzt den Patienten oder die Patientin nach Hautveränderungen und begutachtet die Haut am ganzen Körper.

Mehr Infos hier: https://www.aok.de/pk/niedersachsen/inhalt/hautkrebs-fruehzeitig-erkennen-7