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Idrissou, "Baka", Sievers & Co.: Das machen diese Ex-96er jetzt

Vom Karriereende in der Hessenliga über die Rückkehr nach Deutschland bis zum neuen Trainer-Abenteuer in Frankreich: Für einige ehemalige 96er stehen in diesem Sommer vielfältige berufliche Veränderungen an. Wir sagen Euch, was "Mo" Idrissou, Marvin Bakalorz, "Colt" Sievers & Co. heute machen.

Sebastian Pocognoli, Mohamadou Idrissou, Jörg Sievers, Marvin Bakalorz und Johan Djourou (v.l.n.r.). (Fotos: 96/Kaletta; zur Nieden; Rust)

Idrissou, Djourou und Pocognoli beenden Karriere
Von 2002 bis 2006 absolvierte Mohamadou Idrissou insgesamt 68 Pflichtspiele in der 1. Bundesliga sowie im DFB-Pokal für unsere Roten, in denen dem 1,91 Meter-Mann insgesamt 13 Tore gelangen. Der Kameruner wechselte vom damaligen Regionalligisten Wehen Wiesbaden an den Maschsee und avancierte unter Trainer Ralf Rangnick sofort zum Stammspieler im Fußball-Oberhaus. Ganze 15 Jahre und unzählige Stationen später hat "Mo" nun mit 41 Jahren beim hessischen Oberligisten Viktoria Griesheim seine aktive Karriere beendet. Ab sofort widmet er sich voll und ganz seinem eigenen Fußballcamp in Frankfurt, mit dem er Kids aus den sozialen Brennpunkten herausholen und ihnen eine Perspektive bieten möchte.

Auch Johan Djourou hat kürzlich seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Der Schweizer Innenverteidiger kam im Januar 2013 für eine halbjährige Leihe vom englischen Spitzenklub FC Arsenal nach Hannover, wo er insgesamt 16 Spiele für unsere Farben absolvierte. Im Anschluss konnte der langjährige Nationalspieler nicht gehalten werden, stattdessen ging Djourou für vier Jahre zum Hamburger SV, seine letzte Profistation war der dänische Erstligist FC Nordsjaelland.

Sebastian Pocognoli kam ebenfalls Anfang 2013 zu 96 und blieb für eineinhalb Jahre, bevor es den Belgier zu West Bromwich Albion in die englische Premier League zog. Mit bereits 33 Jahren hört auch der gelernte Linksverteidiger nun auf – seinem letzten Klub Royal Union Saint-Gilloise, mit dem er zum Abschluss seiner Karriere den Aufstieg in die erste belgische Liga schaffte, bleibt der 13-fache Nationalspieler jedoch fortan als Trainer der U21 erhalten.

Bakalorz zurück in Deutschland
Marvin Bakalorz dagegen schnürt weiterhin seine Treter und läuft ab der kommenden Saison für den Drittligisten MSV Duisburg auf. Zuvor stand der 31-Jährige ein Jahr lang beim türkischen Erstligisten Denizlispor unter Vertrag, den er im Streit um ausbleibende Gehaltszahlungen jedoch vorzeitig verließ. Von 2016 bis 2020 war "Baka" ein Roter, für unsere Farben absolvierte der zentrale Mittelfeldspieler insgesamt 107 Pflichtspiele. Unvergessen bleibt sicherlich die Aufstiegssaison 2016/17, in der "Baka" nicht nur aufgrund seiner leidenschaftlichen Spielweise auf, sondern auch seiner sympathisch humorvollen Art neben dem Platz schnell zum Publikumsliebling avancierte.

Neues Abenteuer für "Colt", Breitenreiter in der Schweiz
Ein neues Abenteuer beginnt in Kürze auch für unsere Vereinslegende Jörg Sievers. Als Co-Trainer an der Seite von Daniel Stendel wird "Colt" zur neuen Spielzeit den französischen Zweitligisten AS Nancy-Lorraine betreuen. Bereits in der Rückrunde der Saison 2019/20 hatten beide in gleicher Konstellation beim schottischen Erstligisten Heart of Midlothian FC zusammengearbeitet. Sievers verließ 96 für dieses Vorhaben schweren Herzens, nachdem er mehr als 30 Jahre als Torwart und Torwarttrainer für unsere Roten aktiv war. Für Stendel, der von 1999 bis 2017 mit einjähriger Unterbrechung ebenfalls als Spieler sowie Nachwuchs- und Cheftrainer bei 96 fungierte, ist der französische Klub nach Hannover, Barnsley und den "Hearts" bereits die vierte Station als Cheftrainer.

Ganz aktuell hat mit André Breitenreiter ein weiterer ehemaliger 96-Coach einen neuen Klub gefunden. Am Mittwochnachmittag gab der FC Zürich bekannt, dass der 47-Jährige das Traineramt übernehmen werden. Der zwölfmalige Schweizer Meister war in der vergangenen Spielzeit nur knapp dem Abstieg entronnen - mit Breitenreiter, der als Spieler den Pokalsieg 1992 feierte und als Trainer den 96-Erstligaaufstieg 2017 perfekt machte, soll es nun wieder aufwärts gehen.
nj