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Ron-Robert Zieler: "Solche Abende gehören leider dazu"

Die Enttäuschung war groß nach dem Nordduell gegen den HSV, das durch ein Last-Minute-Gegentor verloren ging. Lest hier, was Kapitän Ron-Robert Zieler, Defensivmann Julian Börner und die beiden Cheftrainer zum Spiel sagen.

Ron-Robert Zieler nach dem Nordduell (Foto: 96/Redaktion)

96-Cheftrainer Stefan Leitl: Es war ein verdienter Sieg, aufgrund der Tatsache, dass der HSV heute besser war im Spiel. Für uns ist es aber natürlich maximal unglücklich, dass du aus einer Situation heraus, in der wir äußerst hohe Qualität haben - nicht nur mit den Schützen, sondern auch aufgrund unserer Kopfballstärke -, in der 93. Minute eine Ecke kurz ausführen und da eben die falsche Entscheidung treffen und in den Konter laufen. Deswegen bin ich auch echt enttäuscht, dass wir diese Chance nicht genutzt haben, um eventuell noch einmal gefährlich zu werden und selbst den Lucky Punch zu setzen. Aber es geht weiter. Man hat heute gesehen, wo der HSV steht und wo wir stehen. Das habe ich in letzten Wochen immer versucht zu vermitteln. Wir stehen am Anfang einer Entwicklung. Ich glaube, das hat man heute auch gesehen.

96-Schlussmann Ron-Robert Zieler: Das ist bitter und ärgerlich für uns. Wir hätten diesen Punkt gerne mitgenommen, haben hart dafür gefightet. Das 2:1 darf in der letzten Minute so einfach nicht passieren. Wir geben alles, sind aber immer noch eine Mannschaft in der Entwicklung – das dürfen wir nicht vergessen. Solche Abende gehören leider dazu - sie sind Teil des Lernprozesses. Dafür, dass wir gegen so ein Top-Team gespielt haben, war das insgesamt eine gute Leistung. Der HSV ist für mich in diesem Jahr absoluter Aufstiegsfavorit. Wichtig ist aber auch: Unsere Mannschaft lebt, und wir bleiben dran.

96-Defensivmann Julian Börner: Es ist brutal bitter und enttäuschend, wenn du in der 92. Minute zuhause so ein Gegentor bekommst - das ist frustrierend. Die Zuschauer haben viel gesehen. Torchancen auf beiden Seiten, zwei glückliche Tore, zwei Mannschaften, die sich in alles reinschmeißen, kämpfen, ackern, beißen. Ich glaube schon, dass das ein Spitzenspiel war, allerdings hätten wir uns den Ausgang natürlich anders vorgestellt. Aber auch aus dem Spiel nehmen wir wieder Positives mit, müssen daraus lernen. Die Entwicklung hört nicht auf, und wir machen nächste Woche weiter.

Gäste-Coach Tim Walter: Es war ein sehr intensives Spiel. Wir hatten viel Ballbesitz und haben diesen auch gut genutzt, zudem in der Defensive konsequent verteidigt. Dass wir am Ende noch das Tor machen, war glücklich, aber auch verdient. Wir freuen uns sehr über die drei Punkte, die wir mit nach Hamburg nehmen.