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Über Schnee, Hannover 96 "light" und Bier nach Derbysiegen

Jaka Bijol auf dem Platz - und privat: Nach fünf Monaten bei unseren Roten hat uns unser Mittelfeldmann verraten, wie ihm der Schnee in Hannover gefallen hat, wie er seine persönliche Entwicklung und die der Mannschaft beurteilt, was er an der Coronazeit in Bezug auf Hannover 96 besonders bedauert und wie gut Bier nach Derbysiegen schmeckt. Lest hier das komplette Interview!

/ Profis

Jaka, erst einmal: Bist Du traurig, dass es gerade taut und es mit dem Schnee hier wohl wieder vorbei ist? Du hast ja in unserer Stadionzeitung verraten, dass der Winter Deine Lieblingsjahreszeit ist.

Jaka Bijol (22):
Ja, das stimmt, ich mag den Schnee - den Sommer mag ich aber auch. Aber nicht dieses Ding dazwischen, mit ein bisschen Regen, ein bisschen Schnee. Also: Wenn der Schnee schon weggeht, dann bitte auch schnell - und nicht mit so viel Matsch auf den Straßen (lacht).

Am Wochenende sollen es in Düsseldorf ja schon 17 Grad werden - es könnte also sehr schnell gehen.

Bijol:
Ja, verrückt. Eine Woche und so ein riesiger Unterschied.

Konntest Du den Schnee hier denn ein bisschen genießen und warst edraußen in der Natur? Ihr hattet nach der Regenerationseinheit am Samstag ja zwei Tage frei.

Bijol:
Ja, ich war draußen unterwegs, war spazieren, auch um den Maschsee herum. Das war wirklich sehr schön.

Beim Heimspiel gegen Paderborn am Freitagabend war es ja auch ziemlich kalt, rund um den Abpfiff hat das Thermometer -10 Grad gezeigt. Du hast zwei Saisons in Russland hinter Dir, da bist Du das ja wahrscheinlich gewohnt, oder?

Bijol:
Ja, ich erinnere mich an ein Spiel gegen Zenit (St. Petersburg, d. Red.), da war es sehr kalt und dazu noch windig - das ist wirklich das Schlimmste. Gegen Paderborn hatten wir zum Glück keinen Wind, aber ziemlich kalt war es trotzdem. Wohl mit Abstand am kältesten von allen Partien, die ich hier gespielt habe. Es war nicht sehr angenehm und schon sehr zäh.

Gegen Paderborn gab es ein 0:0, zuvor gab es den Derbysieg und den Dreier gegen Osnabrück zu Hause. Was sagst Du zur aktuellen Form der Mannschaft?

Bijol:
Die Ergebnisse momentan sind okay, aber trotzdem ist einiges natürlich noch nicht so, wie wir uns das vorstellen. Wir können uns mit Sicherheit noch verbessern, und daran arbeiten wir Woche für Woche.

Du selbst bist seit etwa fünf Monaten ein Roter, hast seitdem 20 Pflichtspiele für 96 absolviert. Wie sieht Dein persönliches Fazit bislang aus?

Bijol:
Ich persönlich habe mich sehr weiterentwickelt, seit ich hierher gekommen bin. Es gibt einige Dinge, die ich sicherlich verbessert habe, aber es gibt auch noch welche, die ich weiter verbessern kann. Ich möchte immer mehr aus mir rausholen und habe jetzt in der bisherigen Zeit in Hannover gemerkt, dass ich auch immer noch mehr rausholen kann. Insgesamt ist das Fazit also gut, aber ich weiß auch, dass ich in einigen Spielen besser hätte performen können.

Wie würdest Du Deine Entwicklung beschreiben?

Bijol:
Ich habe mich mit der Zeit einfach viel wohler auf dem Platz gefühlt, auch physisch habe ich mich weiterentwickelt.

Welcher Mitspieler hat Dir die Eingewöhnung ganz besonders leicht gemacht, mit wem aus der Mannschaft verstehst Du Dich am besten?

Bijol:
Wir verstehen uns wirklich alle sehr gut, da kann ich tatsächlich eigentlich niemanden besonders herausstellen.

Das ist ja eigentlich auch am besten so. Hast Du Dich auch in Hannover gut eingelebt?

Bijol:
Ja, ich habe mich gut eingelebt. Corona hat es aber natürlich erschwert, die Stadt wirklich kennenzulernen, weil man praktisch nichts unternehmen kann. Das ist sehr schade. Ganz besonders schade ist auch, dass ich unsere Fans dadurch bislang kaum erleben durfte.

Das stimmt, Du hast bisher ja irgendwie nur Hannover 96 "light" kennengelernt.

Bijol:
Genau. Die Stadien sind leer und man fühlt einfach nicht die Atmosphäre, wie sie sonst ist. Das finde ich wirklich sehr traurig in dieser Coronazeit. Man kann den Klub gar nicht so kennenlernen, wie er eigentlich ist. Aber natürlich haben die Gesundheitsaspekte Vorrang – das ist ja klar.

Durch Corona war es für Dich sicherlich schwer, Deine Familie zu sehen. Wie ist die Zeit für Dich, vermisst Du sie sehr?

Bijol:
Ja, das war schon nicht so leicht. Ich vermisse sie - aber so ist es leider aktuell nun mal.

Abschließend noch eine Frage, die uns natürlich auch interessiert: Was macht Dein Deutsch? Welches ist Dein Lieblingswort?

Bijol:
Ich kann schon ein bisschen sprechen. (In diesem Moment kommt Mike Frantz in den PK-Raum, wo das Interview stattfindet, und zeigt auf die Gilde-Flasche, die auf dem Podium präsentiert wird.) "Das ist Bier" kann ich sagen (lacht).

Und das schmeckt jawohl am besten nach Derbysiegen, oder?

Bijol:
Ja, da schmeckt es irgendwie noch süßer (lacht).

Das stimmt. Du kannst Dich also ganz gut verständigen?

Bijol (auf Deutsch):
Ja. Ich spreche ein bisschen Deutsch, wenn ich will, aber wenn ich ein Interview geben muss, ist es nicht "so easy for me" (schmunzelt).

Vielen Dank für Deine Zeit, Jaka!
jb/hec

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