Erste Rückkehr nach Kiel
"Es wird natürlich schon irgendwie besonders", betont Pichler selbstverständlich. Von 2021 bis zum Sommer schnürte er seine Fußballschuhe für die Kieler. Höhepunkt seiner Zeit in Schleswig-Holstein: 2024 stieg er mit den "Störchen" in die Bundesliga auf. "Die Zeit ist natürlich unvergessen und ich werde auch immer mit einem Lächeln zurückblicken", lässt er die Jahre in Kiel Revue passieren und richtet den Blick aber gleichzeitig eher in die Zukunft: "Ich bin sehr froh, dass ich jetzt bei 96 bin und den nächsten Schritt machen kann." Nichts weniger als drei Punkte seien am Samstag natürlich das Ziel - wobei er auch um die Qualitäten des Gegners weiß. "Es ist eine Rückkehr, die alles beinhaltet – Respekt inklusive, vor allem vor der Mannschaft", so der 28-Jährige.
Umbruch als Anreiz
Beide Klubs würden zudem auch gewisse Parallelen aufweisen, sagt er. "In Kiel gab es ähnlich wie in Hannover jetzt einen großen Umbruch damals. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, wenn solch ein Cut gemacht wird und was Neues entsteht", berichtet der Angreifer. Für ihn ein Grund, weshalb er sich im Juni 96 angeschlossen hatte. "Ich finde das geil, das ist für mich ein großer Reiz. Hannover 96 ist eine coole Herausforderung – und hat bei aller Wertschätzung für Kiel natürlich als Traditionsklub noch mal ein bisschen mehr Strahlkraft", sagt er.
Starker Saisonauftakt
Sportlich hätte die Zeit in Hannover auch kaum besser anlaufen können - drei Siege in drei Ligaspielen stehen zum Saisonauftakt zu Buche. "Das haben wir bislang gut hinbekommen", kommentiert unsere Nummer 11 den Fakt und weiß auch um die Gründe für den erfolgreichen Start: "Das Trainerteam kommuniziert sehr ruhig und geduldig, das ist wichtig gerade für die jungen Spieler, die neu sind. So wie vielleicht Ime Okon, der komplett aus einer anderen Kultur kommt. Das ist ein großer Sprung." Außerdem hätte man "echt tolle Charaktere in der Truppe, da ist kein einziger Stinkstiefel dabei. Es sind alles gute Jungs."
Denen versucht Pichler mit seiner Erfahrung vorweg zu gehen. "In Hannover bin ich als älterer Spieler nun noch einmal mehr in der Verantwortung. Ich sehe das auch als nächsten Schritt für mich persönlich", so der Österreicher.
nik