Hallo Artur, wo erwischen wir dich denn gerade - bist du in deiner Heimat?
Artur Sobiech: Genau, ich bin derzeit in Polen. Generell bin ich aber viel unterwegs. Hier vor Ort gucke ich mir die polnische erste Liga, die Ekstraklasa an. Außerdem absolviere ich derzeit das UEFA MIP Programm. Das steht für "Executive Master for International Players". Es ist also ein internationales Masterprogramm für ehemalige Profifußballer mit Nationalmannschaftserfahrung und bereitet die Teilnehmer auf viele Positionen im Fußballmanagement und in der Fußballadministration vor.
Das klingt sehr spannend. Kannst du bekannte Namen nennen, die dieses Masterstudium bereits erfolgreich abgeschlossen haben?
Artur Sobiech: Viele bekannte Namen aus Deutschland haben die früheren Ausgaben des UEFA MIP bereits absolviert. Beispielsweise Sebastian Kehl, Simon Rolfes, Clemens Fritz oder Andreas Beck. Auch Adam Szalai, der mal in Hannover gespielt hat, hat das Programm bereits abgeschlossen. Das Studium dauert insgesamt 20 Monate und besteht aus acht Modulen, die in acht verschiedenen Ländern auf Englisch gelehrt werden. Am Ende erhalten wir im Mai 2027 unseren Masterabschluss beim Europa League Finale in Frankfurt. Die Inhalte sind über Management, Leadership, Finanzen, Marketing, Sportorganisation, Talentmanagement und globale Herausforderungen des Fußballs.
Gibt es denn ein paar bekannte Gesichter aus der jüngeren Fußballhistorie, mit denen du den Lehrgang gemeinsam absolvierst?
Artur Sobiech: Ivan Rakitic ist in meiner Gruppe. Man kennt ihn noch aus seinen Bundesligazeiten bei Schalke, aber natürlich auch aus seiner Zeit in Barcelona. Das ist ein großer Name.
Wir sind gespannt, in welcher Position wir dich am Ende sehen werden. Im letzten Sommer hast du deine Karriere auf Zypern beendet. Wie blickst du auf deine Zeit als professioneller Fußballer zurück - vermisst du den Fußball?
Artur Sobiech: Genau, der aktive professionelle Fußball ist abgeschlossen. Ab und zu kicke noch mit meinen Jungs. Ich erinnere mich sehr gerne an meine professionelle Karriere. Für mich ist Hannover 96 der beste Klub, für den ich spielen durfte. Ich habe dort super viele Menschen kennengelernt, hatte eine fantastische Mannschaft und durfte vor großartigen Fans spielen, die den Verein mit unglaublicher Leidenschaft unterstützt haben. Ich habe mich sehr wohl gefühlt in Hannover. Die Stadt, Menschen und das Leben dort haben mir wirklich enorm viel gegeben. Für mich war Hannover wie ein Zuhause.
Artur Sobiech: Ich erinnere mich mit großem Stolz und sehr viel Dankbarkeit an diese Zeit. Wir durften die erfolgreichsten Jahre der jüngeren Geschichte des Klubs erleben und standen im Viertelfinale der Europa League gegen Atletico Madrid. Das vergisst man nie. Das waren überragende Zeiten, nicht nur für die Spieler, sondern auch für den Verein und die Fans.
Da können wir nur zustimmen. Insgesamt warst du sechs Jahre lang in Hannover, die längste Station deiner Karriere. Vermutlich verfolgst du 96 auch heute noch.
Artur Sobiech: Ich verfolge den Verein die ganze Zeit und natürlich habe ich mitbekommen, dass Jörg Schmadtke zurückgekommen ist. Er hat mich damals nach Hannover geholt. Außerdem finde ich es schön, dass 96 sich auch mit dem polnischen Markt beschäftigt und zwei Spieler aus Cracovia geholt hat.
Du sprichst von Benjamin Källman und Virgil Ghita.
Artur Sobiech: Genau. Die bringen gute Leistung und es wirkt, als wären sie in der Mannschaft super integriert. Wir haben zu meiner Zeit in Lech Posen gegeneinander gespielt. Ich kenne die Jungs also gut. Källman hat in der polnischen Liga sehr viele Tore gemacht. Es wundert mich nicht, dass er auch in Hannover trifft. Generell kann ich nur sagen: Ich verfolge Hannover 96 immer, wünsche nur das Beste und drücke die Daumen für die Zukunft.
Vielen Dank Artur. Wir wünschen dir viel Erfolg für deine Pläne im Fußballmanagement und sind gespannt, in welcher Position wir dich wiedersehen werden.
lk