Hallo Maik, wie ordnest Du rückblickend die Partie gegen Düsseldorf ein?
Maik Nawrocki (24): Am Ende sind wir sehr glücklich, wieder gewonnen zu haben. Wir haben uns gefreut, endlich wieder zu Hause zu spielen. Hinten raus haben wir es uns etwas schwer gemacht. Phasenweise haben wir es aber auch wieder richtig gut gemacht und hätten durch einige Chancen mehr Tore machen können. Allerdings zählt jetzt erstmal, dass wir wieder drei Punkte gesammelt haben.
Ihr habt zweimal einen absoluten Schnellstart hingelegt und innerhalb der ersten Minuten getroffen. Habt Ihr das explizit angesprochen und Euch so vorgenommen?
Maik Nawrocki: Ich würde sagen, wir haben uns ganz grundsätzlich viel vorgenommen. Gerade nach der Niederlage in der letzten Woche wollten wir von Anfang an da sein. Zur Halbzeit wussten wir, dass es ein knappes Ergebnis ist und wollten, wenn wir rauskommen, schnell das zweite Tor machen. Das hat super geklappt. Leider fangen wir uns dann noch einen Standard. Aber es freut uns auf jeden Fall, dass wir mal früh die Tore gemacht haben und so unser Spiel aufbauen konnten.
Du bist Abwehrspieler. Bis auf das Gegentor nach einer Standardsituation haben wir nicht viel zugelassen. Habt Ihr diese Stabilität unter der Woche angesprochen? Der Trainer hat es auch immer wieder betont.
Maik Nawrocki: Ja, natürlich. Wir sind eine offensiv geprägte Mannschaft, die immer Tore schießen kann. Wir müssen aber auch hinten die Null halten. Düsseldorf war ab und zu in gefährlichen Räumen, aber wirklich torgefährlich wurde es nicht. Das Gegentor nach einem Standard kann passieren auf dem Niveau. Im Grunde haben wir es gut verteidigt, aber bei einem knappen Ergebnis musst du immer aufpassen, dir nicht noch das Gegentor zu fangen.
Wie ist Dein persönliches Gefühl nach dem Spiel? Losgelöst vom Heimerfolg war es Dein erstes Spiel nach einer etwas längeren Pause. Du standest direkt wieder in der Startelf und gehst über 90 Minuten.
Maik Nawrocki: Ich freue mich sehr, wieder da zu sein. Zu Hause macht es natürlich immer besonders Spaß. Dazu holen wir noch die drei Punkte. Ich habe mich echt gut gefühlt. Klar, ich war ein bisschen länger raus, habe aber vor dem Spiel zwei Wochen trainiert. Darauf kann man auf jeden Fall aufbauen.
Haben die Temperaturen Dich während des Spiels in irgendeiner Form beeinflusst? Oder ist das etwas, das Du völlig ausblenden kannst, wenn Du im Fokus bist?
Maik Nawrocki: Man muss sich natürlich mental darauf vorbereiten. Sicher auch das eine oder andere Shirt mehr anziehen, aber am Ende darf es keine Rolle spielen. Wenn du dich bewegst, ging es auf dem Feld dann auch. Aber auf den Rängen war es sicher sehr kalt.
Definitiv. Wobei man sagen muss: Die Unterstützung war super. Vielleicht haben sich die Fans durch das Klatschen und Anfeuern aufgewärmt. 35.100 Zuschauende ist - für die Temperaturen - auch ein echt guter Wert. War das für Euch spürbar?
Maik Nawrocki: Ja, auf jeden Fall. Wir freuen uns immer, wenn wir hier vor unseren Fans spielen dürfen. Ich hoffe, dass wir mehr Siege einfahren können, sodass noch mehr Menschen den Weg ins Stadion finden und wir die Siege gemeinsam feiern können.
Blicken wir noch einmal auf das nächste Spiel. Es steht eine kurze Woche an. Freitag geht es schon weiter in Magdeburg. Ab wann geht der Fokus bei Euch auf die Partie?
Maik Nawrocki: Gestern haben wir uns noch mit der Partie gegen Düsseldorf beschäftigt. Heute ist trainingsfrei und ab morgen konzentrieren wir uns voll auf Magdeburg. Die haben in den letzten Wochen stark gepunktet. Wir wollen das schwere Auswärtsspiel erfolgreich angehen und die nächsten drei Punkte einfahren.