Ein Peiner auf dem Weg zur Weltspitze
Arno Merk gehört aktuell zu den spannendsten deutschen Gesichtern im internationalen Darts. Der gebürtige Peiner und 96-Fan machte zuletzt bei der Weltmeisterschaft auf sich aufmerksam. Beim altbekannten 96TV-Vorspiel, das bei jedem Heimspiel 75 Minuten vor Anpfiff live auf dem 96-Instagram-Kanal mit den unterschiedlichsten Gästen zu sehen ist, war diesmal Merk zu Gast, der neben spannenden Einblicken in den Darts-Sport auch seine Präzision am Board eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Auftritt auf der großen Bühne
Die prestigeträchtige Weltmeisterschaft ist das größte Event im Darts-Sport und verwandelt den Londoner Ally Pally jedes Jahr von Dezember bis Januar in ein Tollhaus. Arno Merk war bei der vergangenen WM das erste Mal dabei. "Es war eine einmalige Erfahrung. Das kann man gar nicht in Worte fassen. Als Debütant dann auch zwei Spiele gewinnen zu dürfen." Sein erstes Spiel auf der großen Bühne war nicht nur sein persönlicher Startschuss, sondern auch der des gesamten Turniers: Merk hatte die Ehre, die erste Begegnung der WM zu spielen, was seinerseits zu Verwunderung führte. "Ich weiß auch bis heute nicht, warum ich das Eröffnungsspiel hatte. Mein Gegner war nicht in der besten Form und ich als Debütant bin eigentlich noch ein unbeschriebenes Blatt", gesteht er mit einem Lachen.
Gegen "SnakeBite" und MvG
Nach dem Sieg über Kim Huybrechts wartete in der zweiten Runde mit eine der größten Persönlichkeiten des Sports. "Es ging gegen die absolute Legende Peter Wright und auch da konnte ich gewinnen." Erst in der dritten Partie musste sich Merk beim dreifachen Weltmeister und Vorjahresfinalisten Michael van Gerwen geschlagen geben. "Da hat es dann leider nicht mehr so gereicht, er hat sehr gut gespielt. Aber trotzdem habe ich dreimal gut abgeliefert und mir dort einen Namen gemacht."
Besonderes Geschenk
Abseits der Dartsscheibe erhielt Merk durch eine exklusive Führung durch das Stadion einen umfassenden Überblick über das Gelände und die Abläufe hinter den Kulissen. Im Rahmen des Stadionprogramms überreichte Jörg Schmadtke, Geschäftsführer-Sport von Hannover 96, ihm zum Dank für seinen Besuch ein besonderes Erinnerungsstück. Der Darts-Profi durfte sich über das rot-schwarz gestreifte Heimtrikot von 96 freuen, das von unseren Roten unterschrieben wurde. Als Trikotnummer – wie soll es anders sein – bekam Merk die im Dartssport heilige 180.
Mit Hannover 96 auf dem Handy
Trotz seines internationalen Turnierkalenders bleibt Merk eng mit Hannover 96 verbunden. Die Spiele verfolgt er regelmäßig, auch wenn er selbst im Einsatz ist. "Ich habe die Spiele von 96 bei verschiedensten Apps als Favoriten gespeichert, damit ich die Ergebnisse schnell mitbekomme." Eine laute Push-Nachricht über einen Sieg von 96 während der Duelle gegen Darts-Größen wie Luke Littler? Eher nicht, denn "eine Ausnahme besteht, wenn ich selbst spiele, dann habe ich mein Handy immer im Flugmodus", gibt er lachend zu.
Klare Routinen und ein Lieblingsziel
Während die Mannschaft um Kapitän Enzo Leopold vor den Spielen meist eine Platzbegehung unternimmt, die Muskulatur lockert und sich in der Kabine mit Musik in Stimmung bringt, folgt auch bei Merk die Wettkampfvorbereitung festen Abläufen. Bereits Stunden vor Spielbeginn steht er am Board und arbeitet an seinem Rhythmus. "Meistens bin ich so zweieinhalb bis drei Stunden vorher in der Spielhalle. Zehn Minuten werfe ich einfach erstmal aufs Board, um den Arm ein wenig zu lockern, bevor ich im Uhrzeigersinn auf die Doppelfelder gehe."
Zwischendurch komme es auch mal zu Trainingsspielen mit anderen Spielern, damit ein besonderer Ansporn entstehe oder die Wettkampfstimmung schonmal simuliert werde. Dabei kann es auch schonmal "um ein Getränk oder einen kleinen Einsatz" gehen. Weil der Hauptbestandteil des Spiels darin besteht Punkte zu werfen und am Ende die Doppel zu treffen, geht es während des Warmups "viel auf die 20 und auf die Lieblingsdoppelfelder“, erklärt Merk. Dabei ist sein bevorzugtes Zielfeld am Ende klar: „Die Doppel 16.“ Kurz vor dem Match folgt die mentale Einstimmung. „Wichtig sind dann so die letzten 15 bis 20 Minuten vor dem Spiel. Da kommt immer Musik in die Ohren, ein paar motivierende Songs, damit man sich richtig auf den Gegner einstimmen kann. Ich höre gerne KIZ oder von Eminem Lose Yourself.“
Nächster Halt: Leicester
Die kommenden Monate führen Merk quer durch Europa. Die Pro Tour mit insgesamt 34 Events findet unter anderem in den Niederlanden, Deutschland und England statt. Der nächste Halt ist Leicester. Mit seinem starken Debüt bei der Weltmeisterschaft hat Merk ein erstes Ausrufezeichen gesetzt, nun geht es darum, sich weiter auf der internationalen Bühne zu etablieren. Dafür drücken wir von Hannover 96 die Daumen!
jr