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Was Stefan Teitur Thordarson hilft, zu performen

Drei Tore, eine Vorlage und ein stetig wachsender Einfluss: Stefan Teitur Thordarson hat sich in kurzer Zeit bei Hannover 96 etabliert. Dass derzeit vieles zusammenpasst, hat auch mit seiner Situation abseits des Platzes zu tun.

Stefan Thordarson feiert mit geballter Faust emotional ein Tor.
Stefan Thordarson traf in der Rückrunde bereits dreimal und bereitete ein weiteres Tor vor. (Foto: 96/Kaletta)

Familie als Grundlage
Das private Umfeld spielt für Stefan Teitur Thordarson eine entscheidende Rolle. Rund um seinen Wechsel nach Hannover wurde der Mittelfeldspieler Vater – eine besondere Phase, die er sichtlich genießt. "Es ist großartig und eine wirklich tolle Zeit. Vater zu sein, ist eine große Verantwortung", sagt er.

Freie Zeit gehört dem kleinen Sohn
Gleichzeitig sorgt die familiäre Unterstützung dafür, dass er sich voll auf seine Aufgabe als Profi konzentrieren kann: "Ich habe eine großartige Partnerin, die meist die Nachtschichten übernimmt, sodass ich gut schlafen und für Hannover performen kann." Abseits des Platzes steht die Familie daher voll im Mittelpunkt. Die freie Zeit gehört konsequent seinem Sohn: "Wenn wir frei haben, verbringe ich den ganzen Tag mit ihm. Er zeigt jede Woche mehr Persönlichkeit, es ist toll."

Dass sich auch sein Umfeld in Hannover wohlfühlt, ist für Thordarson ein wichtiger Faktor. Seine Eltern waren bereits zu Besuch in der niedersächsischen Landeshauptstadt und kommen zum Saisonabschluss gegen Nürnberg (Sonntag, 17. Mai, Anpfiff: 15.30 Uhr) erneut. "Hannover gefällt ihnen gut. Sie sind einfach glücklich, dass ich glücklich bin", beschreibt er. Voraussetzungen, die dem Isländer helfen, sich voll auf den Fußball zu fokussieren.

Schnell eingelebt
Auch abseits der Familie hat sich der 27‑Jährige schnell integriert. Unterstützung bekommt er dabei unter anderem durch den Deutschunterricht im Klub, der ihm den Alltag erleichtert. "Es ist gut für uns, die die Sprache nicht sprechen, um integriert zu werden. Es macht Spaß und ist gut für das Teambuilding", erklärt Thordarson. "Ich verstehe inzwischen recht viel – auch in der Stadt klappt es mit ein paar Worten schon gut." Dass er bereits in Island erste Berührungspunkte mit der Sprache hatte, hilft zusätzlich: "Ich hatte in der Schule zwei Jahre Deutsch, das hat mir den Einstieg hier erleichtert. Ich musste nicht bei Null anfangen."

Leistung auf dem Platz
Dass sich dieses Gesamtpaket auch sportlich auszahlt, war zuletzt eindrucksvoll zu sehen. Gegen Preußen Münster (3:3) prägte Thordarson die Partie nach seiner Einwechslung mit einer spektakulären Rettungstat auf der eigenen Linie und wenig später mit einem sehenswerten Treffer zur zwischenzeitlichen Führung.

Mit dem Auswärtsspiel in Bochum steht am Samstag (Anstoß: 13 Uhr) die nächste wichtige Aufgabe an. Die Marschroute ist für Thordarson klar: "Zwei Spiele sind noch zu gehen – wir werden alles reinwerfen."
lk

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