NIEMALSALLEIN

Nach WM-Silber kommt EM-Gold!

Ausnahmeathlet Amanal Petros hat bei den Europameisterschaften in Birmingham Geschichte geschrieben und sich in einem mitreißenden Solo zum Europameister im Marathon gekrönt. In der EM-Rekordzeit von 2:09:11 Stunden feierte der 31-jährige Hannoveraner auf einem extrem anspruchsvollen Kurs seinen bisher größten Karriere-Erfolg. Gemeinsam mit seinen DLV-Teamkollegen setzte er dem Tag kurz darauf die Krone auf und holte zusätzlich Silber in der Mannschaftswertung.

Amanal Petros mit Deutschlandflagge und Goldmedaille
(Foto: IMAGO)

Ein zäher Beginn
Die äußeren Bedingungen im englischen Birmingham forderten den Athleten von Beginn an alles ab. Mehr als 120 Kurven, giftige Anstiege und steile Bergabpassagen machten das Rennen zu einem physischen Abnutzungskampf. Doch Petros, der für Deutschland an den Start ging, übernahm ab der ersten Sekunde die Initiative. Er drückte von Beginn an aufs Tempo und setzte sich rasch an die Spitze des Feldes. Zunächst konnte sich eine hochkarätige Führungsgruppe festsetzen, ehe sich nach rund 15 Kilometern das Feld wieder auf rund 20 Athleten zusammenschob. 

Die Vorentscheidung nach 27 Kilometern
Nach zwei Dritteln der Distanz schlug die Stunde des 96-Stars: An einem kräftezehrenden Bergaufstück kurz nach einer Verpflegungsstation zog Petros das Tempo explosionsartig an. Der Antritt war so gewaltig, dass die Konkurrenz keine Antwort fand. Ab Kilometer 30 schuftete Petros sich an der Spitze einen beachtlichen Vorsprung von 25 Sekunden auf die Verfolger heraus. Bei der 40-Kilometer-Marke hatte Petros seinen Vorsprung bereits auf beeindruckende 54 Sekunden ausgebaut. Mit der deutschen Fahne auf den Schultern flog Amanal Petros schließlich unter dem Jubel der Zuschauer im Zielkanal der Innenstadt ein. Die Zeitrechnung blieb bei 2:09:11 Stunden stehen – neuer EM-Rekord! Dahinter sicherten sich Pietro Riva (Italien, 2:09:18 h) und Gashau Ayale (Israel, 2:09:21 h) Silber und Bronze. 

Team-Silber veredelt den Triumph von Amanal
Auch der Mannschaftswettbewerb geriet zur Jubelfeier: Das deutsche Trio aus Amanal Petros sowie Samuel Fitwi (Platz neun) und Titelverteidiger Richard Ringer (Platz zehn) lieferte eine geschlossene Mannschaftsleistung ab. Nach der Zusammenrechnung der Zeiten belegte das DLV-Team mit einer Gesamtzeit von 6:29:03 Stunden knapp hinter Israel (26 Sekunden Rückstand) den zweiten Platz und sicherte sich damit hochverdient die Silbermedaille. 

96 ist stolz auf Dich!
„An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Amanal bedanken und ihm zu seinen großartigen Leistungen gratulieren. Was Amanal seit Jahren abliefert und mit welcher unglaublichen Disziplin und Leidenschaft er jeden einzelnen Tag für seine Ziele arbeitet, ist beeindruckend und erfüllt uns als Mitglieder und Verantwortliche des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e. V. mit großem Stolz. Für seine kommenden Aufgaben wünschen wir Dir, lieber Amanal, weiterhin alles Gute, viel Erfolg und natürlich viele weitere Rekorde, die Du – da sind wir uns sicher – wieder brechen wirst! Wir glauben an Dich!“, so Sebastian Kramer, Präsident des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e.V.

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