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"Tore und Siege kann nichts ersetzen"

Nach dem 9:1 gegen die SV Hemelingen sprechen Marcel Hartel und Lars Gindorf über die 90 Pokalminuten. Außerdem ziehen die Trainer Christian Titz und Günter Tuncel sowie 96-Geschäftsführer Jonas Boldt ihr Fazit.

/ Profis

96-Cheftrainer Christian Titz: In der Art und Weise, wie wir das Spiel angegangen sind und es bereits nach 20 Minuten für uns entscheiden konnten, sind wir zufrieden. Das hat die Mannschaft wirklich gut gemacht – mit der Klarheit, mit der sie es gespielt und viele Treffer erzielt hat. Es war heute auch wichtig für uns, dass einige Spieler über die volle Distanz gehen und sich mit Toren belohnen konnten. Tore und Siege kann nichts ersetzen. Sicher hätten wir aber heute auch noch ein paar mehr Treffer erzielen können. Auch bei den Fans, die in großer Zahl hier gewesen sind und uns über 90 Minuten toll unterstützt haben, möchte ich mich bedanken.

Hemelingen-Coach Günter Tuncel: Wir sind froh darüber, wieder teilnehmen zu dürfen. Wir haben zweimal hintereinander Geschichte geschrieben - erst mit der Teilnahme, dann mit dem Tor heute. Sie haben uns die ersten 20 Minuten überrannt, da waren wir in einer Schockstarre. Aber wenn man so schnell die Gegentore kassiert, muss man erst einmal schauen, wie man sich sortiert. Das ist dann nach der ersten Hälfte ganz gut gelungen. 

96-Geschäftsführer Jonas Boldt: Ich bin einverstanden mit dem Ergebnis und damit, dass wir eine Runde weitergekommen sind. Das gab es in Hannover schon länger nicht mehr. Ich bin auch einverstanden, wie wir das Spiel begonnen haben. Sehr klar, sehr seriös und sehr zielstrebig. In meinen Augen haben wir dann ab der 35. oder 40. Minute die Seriosität ein bisschen verloren. Das hat sich in der zweiten Halbzeit fortgeführt. Dann zeigte sich etwas unser altes Problem mit Aufwand und Ertrag. Da müssen wir dann die Aufgaben deutlicher erfüllen. Das hat mit der Boxbesetzung und mit Zweikampfverhalten zu tun. Dann haben wir auch durchgewechselt und in der Halbzeit schon hoch geführt. Da muss man auch nicht kritischer sein, als nötig ist. Aber es ist eben schade, dass wir unsauber werden. Und genau an dieser Unsauberkeit, die wir auch schon in den ersten Saisonspielen gesehen haben, müssen wir noch ein bisschen arbeiten.

96-Torschütze Marcel Hartel: Von der ersten Sekunde an wollten wir direkt hellwach sein und am liebsten unsere erste Chance direkt ummünzen. Wir haben früh das 1:0 gemacht. Gerade bei so einem Spiel ist ein früher Treffer einfach wichtig. Obwohl wir natürlich auch noch einiges mehr hätten machen können, hoffe ich, dass uns das Selbstvertrauen gibt für die Liga.

96-Dreifachtorschütze Lars Gindorf: Ich denke, gerade in der ersten Halbzeit sind wir es sehr seriös und fokussiert angegangen. Wir wollten von Anfang an klarstellen, dass wir hier eine Runde weiterkommen. Das haben wir auch gemacht. Natürlich hätte das eine oder andere Tor noch mehr fallen können – bei mir und auch bei anderen. Aber das nehmen wir jetzt mit und heben uns das für nächste Woche auf. Wenn Tore fallen, ist es immer gut. Egal wer sie schießt. So ein Sieg gibt Selbstvertrauen – das nehmen wir mit. Aber natürlich darf man das Spiel auch nicht überbewerten – das war ein Pflichtsieg heute.

Christian Titz auf dem Pressekonferenz-Podium.
Christian Titz nach dem Abpfiff in Bremen (Foto: 96/Redaktion)
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