NIEMALSALLEIN

Hecking hat es schon 4x erwischt

 

„Wir sind nicht so blauäugig zu glauben, dass es uns nicht erwischen kann.“ Das gestand Trainer Dieter Hecking gestern.

ABSTIEGS-ALARM!

Hannover 96 (1:3), taumelt durch die Saison. Starke Heimsiege gegen HSV (3:0), Bayern, Schalke, Leverkusen (je 1:0). Peinliche Auswärts-Pleiten in Cottbus, Frankfurt, Leverkusen (je 0:4) und zuletzt Bayern (1:5). Wenn jetzt noch mal ein Heimspiel kaputt geht...

Hecking trotzig: „Ich wehre mich gegen Angst-Szenarien wie ´Irgendwann geht das in die Hose´. Darüber können wir uns unterhalten, wenn es in die Hose gegangen ist!“

Wenn es dann nicht zu spät ist!

So viel Abstieg steckt jetzt schon drin in den Roten: Hecking selbst hat es in seiner Karriere schon 4x erwischt: Als Spieler mit Kassel (Zweitliga-Abstiege 1987 und 1990) und Leipzig (Bundesliga-Abstieg 1992).

Und als Trainer mit Lübeck (Zweitliga-Abstieg 2004). „Interessiert mich nicht, was in Lübeck gewesen ist“, sagt er trotzig. „Das ist für mich Jahre weg.“

Aber trotzdem spannend. Noch am 28. Spieltag war Lübeck auf Platz 10. Erst am 31. Spieltag ging es runter auf Abstiegs-Platz 15 – und da kam Hecking nicht mehr weg...

Sein Assistent damals wie heute: Dirk Bremser. Der holte als Spieler übrigens das „Abstiegs-Double“: 1992 mit Duisburg, 1993 mit Uerdingen.

Je zwei Abstiege stehen auch in der Karriere-Bilanz von Mikael Forssell (2006 und 2008 mit Birmingham) und Frank Fahrenhorst (1999 und 2001 mit Bochum). Und sogar Robert Enke (1999 mit Gladbach) und Michael Tarnat (1992 mit Duisburg) hat’s schon erwischt. Jan Schlaudraff und Sergio Pinto stiegen gemeinsam mit Aachen (2007) ab. Pinto: „Dabei hatten wir nach 26 Spielen 33 Punkte!“

Ob 96 diese Saison überhaupt so viele Punkte holt?

 

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