Erfolgreiche letzte Spiele
Die vergangenen Spiele lief es aus persönlicher Sicht echt gut für Kolja Oudenne. Jeweils eine Vorlage im Derby und im Auswärtsspiel in Elversberg. Dann sein Zweitliga-Premierentor, das gleichzeitig noch wunderschön war, gegen Darmstadt erzielt. Und zuletzt beim Gastspiel in Paderborn mit einem starken Auftritt geglänzt. "Ich fühle mich einfach wohl und habe Spaß auf dem Platz", verrät der 24-Jährige. Fügt aber auch hinzu: "Ich hänge das gar nicht zu hoch. Ich genieße es, aber weiß auch, dass es immer eine Momentaufnahme ist und auch mal wieder Zeiten kommen im Fußball, die etwas schwieriger sind." Eine beeindruckende Reife, mit der er bereits in jungen Jahren spricht. "Das habe ich gelernt", erklärt unsere Nummer 29 dazu. Vielleicht gerade, weil sein Weg zum Fußballprofi nicht immer steil nach oben ging.
Rückschläge beim FC Bayern
Nach seinem Wechsel von Heimatklub Internationale Berlin zu Hertha BSC in die Jugend 2014, ging es nach aufmerksamkeitserregenden Leistungen bereits ein Jahr später zum FC Bayern. Dort aber musste Oudenne zum ersten Mal Rückschläge verkraften. "Ich saß plötzlich oft auf der Bank und habe nicht gespielt", blickt er zurück. "Das hat mir irgendwann den Spaß am Fußball genommen, ich hatte öfter mal auch keine Lust zum Training zu fahren", berichtet er. Das ging so weit, "dass ich zwischendurch mal überlegt habe, mit Fußball aufzuhören." 2018 endete sein Vertrag beim Deutschen Rekordmeister. "Dann habe ich Probetrainings bei kleineren Profiklubs gemacht, aber dort wurde ich nicht genommen, weil meine Sprintwerte nicht ausreichend war", so der ehemalige schwedische Nachwuchsnationalspieler, der spätpubertär gewesen war. "Dann dachte ich: 'Wow, die Qualität im Training ist deutlich niedriger als ich es bei Bayern gewohnt war und trotzdem wurde ich nicht genommen'. Das hat gesessen", erläutert der gebürtige Berliner. Es ging zurück in die Heimat, wo er über die Stationen Hertha Zehlendorf und VSG Altglienicke die Lust auf Fußball zurückgewann.
An mentaler Stärke dazu gewonnen
Mental habe er an Stärke durch diese prägende Zeit zugelegt. Gründe dafür: Die Unterstützung seiner Familie und auch seinem namhaften Co-Trainer Torsten Mattuschka bei Altglienicke. "Mit seiner lockeren Art und der vielen Erfahrung, die er hat, hat er uns wirklich geholfen", blickt er zurück. Auch heute sorge sich Mattuschka noch um seinen ehemaligen Schützling. "Wir telefonieren ab und zu und er fragt, wie es läuft."
Die ganze Geschichte, welche Rolle seine Familie gespielt hat und welcher Spieler ihm gerade besonders viele Punkte bei Kickbase beschert, hört Ihr hier in der ganzen Folge: