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Schlaudraff nach Dresden: "Habe eine klare Leistungssteigerung gesehen"

Die Erwartung im Vorfeld des Auswärtsspiels in Dresden war klar: Die Mannschaft sollte eine deutliche Antwort auf das enttäuschende 0:4 gegen Nürnberg am Montagabend geben. Das tat sie dann auch eindrucksvoll und gewann bei der SG Dynamo verdient mit 2:0. Nach dem Spiel stellte sich 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff den Fragen der Journalisten - und zeigte sich deutlich zufrieden mit der Reaktion des Teams. Hier haben wir für Euch zusammengefasst, was Schlaudraff sagte.

Jan Schlaudraff über ...

  • ... die Reaktion der Mannschaft: Fakt ist: Wir wollen alle gemeinsam mit den Verantwortlichen, mit der Mannschaft daran arbeiten, dass wir uns verbessern. Und ich habe heute eine klare Leistungssteigerung gesehen. Die Mannschaft war enttäuscht von Montag, ein Stück weit auch enttäuscht von der eigenen Leistung, und das hat man heute gesehen. Jeder ist für den anderen gerannt, jeder wollte es wiedergutmachen. Sie haben sich als Einheit präsentiert, sind füreinander eingestanden, haben sich gegenseitig geholfen. Das war vom Engagement her, vom Kämpferischen her, von der Einsatzbereitschaft her, das, was wir uns erhofft hatten. Das, was wir auch ein Stück weit erwartet haben nach dem Spiel am Montag. Deswegen bin ich damit, wie die Mannschaft sich präsentiert hat, sehr zufrieden.

  • ... Unterschiede zum letzten Auswärtssieg in Kiel: Ich glaube, dass wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben, jetzt auch mal über fast 90 Minuten - oder zumindest 85. Dass man am Ende dann ein bisschen hinten drin steht, ist, glaube ich, ganz normal. Aber insgesamt war es nicht so wie in Kiel, wo man das Gefühl hatte, dass es die letzten 20 Minuten so war, sondern wir haben es stabil zu Ende gespielt, haben wenig bis gar nichts zugelassen, auch hinten raus nicht.

Jan Schlaudraff nach dem 2:0 in Dresden: "Das war vom Engagement her, vom Kämpferischen her, von der Einsatzbereitschaft her, das, was wir uns erhofft hatten."

  • ... Gründe für den Umschwung: Vielleicht tun wir uns ein bisschen leichter, wenn die Erwartungshaltung nicht so groß ist. Wenn wir nicht das Gefühl haben, dass wir ab der ersten Minute das Spiel machen müssen. Wir wollten erst mal in die Zweikämpfe kommen, wir wollten das Spiel annehmen hier. Wir wussten, dass es ein heißer Fight wird, und das haben wir von der ersten Sekunde an angenommen. Alle zusammen haben richtig gut gegen den Ball gearbeitet.

  • ... den Umgang mit dem Druck unter der Woche: Ich glaube, dass wir es schon hinbekommen haben, dass die Mannschaft in Ruhe arbeiten kann. Und dass die Mannschaft ein Stück weit dieses Vertrauen, das wir in sie gesetzt haben, heute mit der Leistung zurückgezahlt hat. Trotzdem ist natürlich klar, dass immer Druck drauf ist, wenn man nicht die Ergebnisse erzielt.

  • ... den Support von den Rängen: Es war auch noch nicht alles Gold, was glänzt heute, aber wir sind marschiert, wir haben gefightet. Wenn man sieht, wie die Fans das dann honorieren, wie sie uns in den letzten Wochen unterstützt haben, wenn das dann auch noch in dem Ergebnis mündet, ist das natürlich umso schöner. 

  • ... das nächste Heimspiel: Nach dem Kiel-Spiel haben wir auch gesagt, dass wir jetzt unbedingt mal zu Hause nachlegen wollen. Vielleicht sollten wir weniger darüber reden - einfach hart arbeiten, die Dinge anpacken, auch die Dinge, die man aus dem Spiel noch verbessern kann, aufarbeiten, akribisch weiterarbeiten, den Jungs das Vertrauen schenken. Und dann hoffen, dass der Knoten auch zu Hause mal platzt.
    jb