Profis

Franke nach Comeback gegen Sandhausen: "Es hat sich gut angefühlt"

Trotz der Niederlage am vergangenen Samstag beim SV Sandhausen hatte die Partie auch etwas Positives: Unser Innenverteidiger Marcel Franke stand erstmals seit dem 13. Spieltag wieder auf dem Platz - und war nach den vergangenen, nicht immer leichten Monaten auf dem Weg zurück "einfach nur froh, wieder gesund zu sein".

Feierte am Samstag gegen Sandhausen sein Comeback: Innenverteidiger Marcel Franke.

"Es hat sich gut angefühlt"
202 Tage – so lange dauerte die Leidenszeit von Marcel Franke. Vor der Saison vom englischen Premier League-Aufsteiger Norwich City an den Maschsee gewechselt, avancierte der 1,93 Meter große Abwehrhüne auf Anhieb zur Stammkraft in der Innenverteidigung und verpasste bis zum 10. November vergangenen Jahres keine einzige Spielminute. Was dann jedoch folgte, war nicht nur die erste Rote Karte in der Karriere des gebürtigen Dresdners in der Partie beim 1. FC Heidenheim, sondern knapp zwei Wochen später eine im Training erlittene Außenbandteilruptur, die den 27-Jährigen insgesamt mehr als sechseinhalb Monate nicht mehr auf den Platz zurückkehren ließen – bis zum vergangenen Samstag. Beim Auswärtsspiel in Sandhausen stand "Franky" erstmals seit dem 13. Spieltag wieder in der Startelf  – und nach 90 Minuten voller Belastung konnte unsere Nummer 28 vermelden: "Es hat sich gut angefühlt und ich habe mich natürlich gefreut, dass ich wieder auf dem Platz stehen durfte."

"Einfach froh, wieder gesund zu sein"
Zuvor, so berichtet Franke, gingen dem Innenverteidiger die vergangenen Monate, die nicht immer einfach waren, noch einmal durch den Kopf: "Beim Aufwärmen habe ich des Öfteren über die Zeit nachgedacht, da waren ja auch ein paar unschöne Momente dabei."

Auch "Franky" konnte die Niederlage gegen den SV Sandhausen nicht verhindern.

Nach seiner Außenbandverletzung im November hatte sich der 27-Jährige in der Wintervorbereitung schon wieder ans Team herangearbeitet, erlitt dann jedoch beim Warmmachen vor dem Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden einen Rückschlag. Gerade deswegen war der Rechtsfuß "einfach froh, wieder gesund zu sein und dass alles hält und die letzten Wochen gehalten hat". Nicht zufriedenstellend war für ihn dagegen das Ergebnis seines Comebacks: "Wir wissen alle, wie es ausgegangen ist - das stellt man sich am Ende natürlich anders vor, das haben wir uns alle anders vorgestellt."

"Haben etwas wiedergutzumachen"
Da kommt es nicht ungelegen, dass mit Dynamo Dresden bereits am Mittwoch der nächste Gegner auf die Kocak-Elf wartet – für Franke, der in der sächsischen Landeshauptstadt groß geworden ist, eine ganz besondere Partie: "Es ist immer irgendwo etwas Spezielles, wenn man gegen seinen Heimatverein spielt, bei dem man viele Jahre gespielt hat und mit dem man noch verbunden ist." Nach dem missglückten Restart am Sonntag gegen den VfB Stuttgart steht die SG - mit drei Spielen weniger und sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz - weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz. Dennoch warnt unser Innenverteidiger davor, die Kauczinski-Elf auf die leichte Schulter zu nehmen: "Man darf Dresden jetzt nicht unterschätzen, nur weil sie zwei Wochen in Quarantäne waren. Wir wissen, dass sie Qualität haben." Klar ist für "Franky" aber auch: "Letztlich spielen wir zuhause – und wir haben etwas wiedergutzumachen."
nj