Fußball

Fünf Fragen an den U21-Trainer der Frauen von Hannover 96

Auch bei unseren U21-Fußballfrauen gab es einige personelle Veränderungen. Wir haben unserem Trainer Martin Drießlein dazu und zu der aktuellen Lage um das Thema Verbandstag fünf Fragen gestellt.

Martin Drießlein, Trainer der U21

Inwiefern hat sich die Mannschaft verändert? Wie viele Abgänge gab es?

Drießlein: Im Vergleich zur noch laufenden Saison haben wir 7 Abgänge zum Saisonwechsel. Die Mannschaft stellt sich fast komplett neu auf. Dieses ist auch der Nachwuchsarbeit bei Hannover 96 zu verdanken, da wir es geschafft haben, 8 Spieler aus der U17 für unser Team zu überzeugen. Auch aus der Ersten finden einige Spielerinnen den Weg in unser Team. Im Kader der jetzigen U21 (vorher U23) sind 14 Spielerinnen verblieben.

Bei den Neuzugängen fällt das junge Alter auf? Setzt Hannover 96 auf junge Talente?
Immerhin ist der Altersdurchschnitt bei der U21 nun auf knapp 19 und bei den #Roten sogar auf 18,5 Jahre gesunken.

Drießlein: Wir haben letztes Jahr bereits vier Spielerinnen aus der eigenen Jugend den Weg in den Frauenfußball bei uns ermöglicht und sehr gute Erfahrung damit gemacht. Junge Spielerinnen, die eine Ausbildung bei uns im Verein genossen haben, sind motiviert und gut geschult und dadurch eine Bereicherung und Verstärkung für unser Team. Wir bilden in unseren U-Mannschaften ja auch für uns selbst aus, damit diese Spielerinnen im Verein bleiben können und auch ihre Erfahrung im Frauenfußball bei uns sammeln können. Die U21 ist dabei das Bindeglied, welches für Wenige dann den Weg in die Erste Mannschaft ermöglichen kann.

Glaubst Du, dass man mit 16, 17 bereit für den Frauenfußball in der Oberliga ist?

Drießlein: Aus dem Juniorinnen-Bereich in den Frauenfußball ist es ein großer Schritt. Dieses haben uns auch die U17-Spielerinnen aus der letzten Saison berichtet, die bei uns dann das erste Jahr bei den Frauen mitgespielt haben. An den Spielzeiten dieser Spielerinnen sieht man aber auch, dass die jungen Spielerinnen alle Potenzial haben und auch ihre Einsatzzeiten bekommen, um sich in der Oberliga bei den Frauen zu beweisen. Wir haben sehr viel Potenzial dazu bekommen und wollen dieses auch auf dem Platz bringen.

Welche Ziele hast du mit der Mannschaft?

Drießlein: Nach drei Aufstiegen hintereinander müssen wir uns jetzt daran gewöhnen, dass wir auf Gleichstarke und auch stärkere Teams treffen. Wir haben nicht mehr die Favoritenrolle und müssen von Spiel zu Spiel gucken und uns beweisen. Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben und uns im gesunden Mittelfeld stabilisieren. Die Ausbildung der jungen Spielerinnen für die Erste steht dabei im Fokus. Diese wollen wir gezielt fördern und natürlich auch leistungsmäßig fordern.

Seid ihr schon offiziell Meister der Landesliga? Wie ist da der Stand?

Drießlein: Aktuell gibt es noch keinen Meister oder eine Entscheidung bezüglich unserer Liga. Wir warten auf die Einberufung des außerordentlichen Verbandstages vom NFV am 27. Juni. Auf dem außerordentlichen Verbandstag wird der NFV den Antrag auf Saisonabbruch mit Aufstieg aber ohne Abstieg nach Quotienten Regelung stellen. Es kann auch durchaus sein, dass die Liga annulliert wird, dann würden wir nicht aufsteigen. Geringe Wahrscheinlichkeit, aber auch das ist möglich.

Wir bedanken uns für das Interview und wünschen ganz viel Erfolg in der kommenden Saison.

Von Dennis Luu