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"96 zum maximalen Erfolg führen" - Zweiter digitaler 96-Partnerabend

Beim zweiten digitalen 96-Partnerabend berichten Sportdirektor Gerhard Zuber und Cheftrainer Kenan Kocak von ungewohnten Erfahrungen in der Coronazeit, blicken auf eine turbulente Saison zurück und schauen nach vorn – nicht nur auf das Spiel am Sonntag gegen Bochum.

Fragen von Sponsoren und Partnern
Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen: Deshalb haben Hannover 96 und Sportfive ein Format entwickelt, das in der HDI Arena zum zweiten Mal aufgelegt wurde: der digitale Partnerabend. Ein spezielles Setting im Stadion ermöglichte es Mitgliedern des 96 Business Clubs, einen Talk mit 96-Sportdirektor Gerhard Zuber und Cheftrainer Kenan Kocak zu verfolgen. Bereits vorher hatten Sponsoren und Partner Fragen an die Sportliche Leitung der Roten eingereicht, auch während der Übertragung konnten über einen Chat Fragen gestellt werden.

Gerhard Zuber und Kenan Kocak beim zweiten digitalen 96-Partnerabend.

Bangen vor dem Re-Start
Wie bei der Premiere des digitalen Partnerabends mit 96-Geschäftsführer Martin Kind im April gab es auch diesmal ein breites Themenspektrum. Und natürlich spielte die Coronakrise und ihre Folgen eine Rolle im von Christoph Heckmann moderierten Talk. Von einer "ungewöhnlichen Situation" sprach Zuber, vor der der Profifußball von einem Tag auf den anderen gestanden, sie aber letztlich gut gemeistert habe. Vor dem Re-Start der Liga mit dem Sonderspielbetrieb war auch der 96-Sportdirektor unsicher, wie alles funktionieren würde. Sein Gefühl Mitte Mai? "Ich habe mehr gehofft als erwartet", gab Zuber zu. Aber Clubs und DFL hätten in der Krise gezeigt, dass sie zusammenstehen, und einen sehr guten Job gemacht.

Jubeln mit Abstand
Kocak erzählte von der Herausforderung der ersten Wochen, ein Kleingruppentraining mit Abstand zu gestalten. "Das haben wir alle zusammen gut hingekriegt", sagte er. Kurios sei die Situation aber auch jetzt noch bei den Spielen: "Eigentlich müssten wir froh sein, oft Grund zum Torjubel zu haben. Aber plötzlich musst Du als Trainer auch auf Jubelszenarien achten und ob alles mit dem Hygienekonzept vereinbar ist."

Wichtige Erfahrungen
Die Coronazeit ist für Kocak und Zuber eine lehrreiche Zeit. "Man ist Teil der Geschichte, aber darauf hätte ich gern verzichtet", sagte Kocak. "Das Virus hat gezeigt, dass es egal ist, wie mächtig oder wie stark wir uns fühlen: Am Ende sind wir alle, ob Millionär oder Schichtarbeiter, machtlos." Gerhard Zuber findet, dass allen noch einmal vor Augen geführt worden sei, "dass wir in einem privilegierten Land mit einem tollen Gesundheitssystem leben und dies zu schätzen wissen sollten. Solidarität ist in den vergangenen Wochen großgeschrieben worden – daran sollten wir auch danach anknüpfen."

Sportliche Mission erfüllt
Der sportliche Rückblick auf die fast abgeschlossene Saison kam nicht zu kurz, auch wenn Zuber und Kocak längst mit Hochdruck an den Planungen für die neue Spielzeit arbeiten. "Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen", sagte Zuber und meinte damit das im Spätherbst durchaus bedrohliche Tabellenbild. "Aus dieser Situation haben wir uns locker befreit. Um noch mehr zu erreichen, fehlte die Konstanz", so Zuber. Ähnlich sieht es Kocak: "Wir hatten die Mission, den Super-Gau zu verhindern. Das haben wir zusammen geschafft", sagte der Cheftrainer und erinnerte an das 0:1 im Januar in Regensburg. "Das war damals nicht gut. Aber auch nach dem Spiel hatte ich den Glauben, dass wir die Wende schaffen, weil ich immer Vertrauen in die Mannschaft hatte und gesehen habe, wie sie täglich arbeitet."

Kocak: "Grundstein gelegt"
Die Saison 2019/20 wird für Zuber und Kocak in vielerlei Hinsicht hilfreich sein. "Wir haben den Grundstein gelegt und wissen, wo wir ansetzen müssen", sagte Kocak. Dazu gehört für den Trainer auch die Analyse, wie "96 überhaupt in so eine Situation kommen konnte." Kocak ist optimistisch, dass sich das nicht wiederholt: "Die Leute können uns vertrauen, dass wir alles geben, um 96 zum maximalen Erfolg zu führen."

Schluss mit Geschenken
Das gilt übrigens auch noch einmal für das letzte Spiel am Sonntag gegen den VfL Bochum. "Wir haben genug Geschenke verteilt und wollen mit einem Sieg in die Sommerpause gehen. Und es macht auch für das Fernsehgeld einen großen Unterschied, ob wir Sechster oder Achter, Neunter oder Zehnter werden", sagte Kocak. Außerdem, so der Cheftrainer, hasse er Niederlagen…
hr