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1:2 in Osnabrück: Der Anschluss kommt zu spät

Es hat nicht sein sollen: Nach gutem Start bekommen wir den Dämpfer durch einen umstrittenen Elfmeter. Danach geht nicht mehr viel, der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit kommt zu spät - wir unterliegen in Osnabrück mit 1:2.

Das Spiel in aller Kürze:
3200 Fans durfte der VfL Osnabrück an diesem Freitagabend ins Stadion lassen - und die sehen eine flotte Anfangsphase. Beide Teams suchen direkt den Weg nach vorne, besonders unsere Mannschaft ist von der ersten Minute an am Drücker, allerdings noch ohne hundertprozentige Torchancen zu kreieren. Nach rund einer Viertelstunde übernehmen unsere - heute in Grün spielenden - Roten mehr und mehr die Kontrolle, zeigen auch schöne Kombinationen nach vorne, aber der letzte Pass will nicht ankommen.

In Osnabrück muss unsere Mannschaft die erste Niederlage der neuen Saison einstecken.

Dann sind es plötzlich die Hausherren, die aus dem Nichts in Führung gehen: Nach einer strittigen Situation im 96-Strafraum entscheidet Schiedsrichter Arne Aarnink nach ausgiebiger Ansicht der Videobilder auf Strafstoß, den die Osnabrücker zum 1:0 verwandeln. In der Folge ist das Duell offener, Tore fallen jedoch bis zum Pausenpfiff keine mehr, sodass es mit dem knappen Rückstand in die Kabinen geht.

Der Start in die zweiten 45 Minuten verläuft gar nicht nach dem Geschmack aller, die es mit 96 halten: Nach einer Ecke erhöhen die Lila-Weißen auf 2:0. Der zweite Treffer gibt den Gastgebern Selbstvertrauen, die Kocak-Elf probiert ebenfalls weiter alles, beißt sich aber an der VfL-Abwehr die Zähne aus. In der Nachspielzeit erzielt Marvin Ducksch noch den Anschluss, es ist allerdings zu spät: Am Ende steht die erste Niederlage der neuen Saison.

Die Tore:

    • 1:0 (33.): Nach einem Duell zwischen Marcel Franke und Etienne Amenyido im 96-Sechzehner wird der Videobeweis bemüht. Referee Aarnink schaut sich die Bilder wieder und wieder an und gibt schließlich den Elfmeter. Christian Santos tritt an und verwandelt zum 1:0 für seine Farben.
    • 2:0 (47.): Sebastian Kerk bringt eine Ecke in den Strafraum, wo Santos heranrauscht und zum 2:0 einköpft.
    • 2:1 (90.+2): Eine Hereingabe von Dominik Kaiser landet bei Marvin Ducksch der per Kopfball zum 1:2 trifft.

    Der Moment des Spiels:
    Der Knackpunkt der Partie ist heute der Strafstoß in der 33. Minute. Nach Hinweis aus dem Kölner Keller schaut sich Schiedsrichter Aarnink die Bilder minutenlang an, um dann auf den Punkt zu zeigen - eine zumindest diskutable Entscheidung. Vorher hatte unsere Mannschaft das Spiel im Griff, von nun an ist die Partie offener.

    Die Zahl des Spiels:
    Vor genau einer Woche hat sich Jaka Bijol Hannover 96 angeschlossen, in Osnabrück steht unser Neuzugang direkt in der Startelf. Sein Trikot ziert die Nummer 6 - und die macht direkt einen guten Eindruck.

    So geht es weiter:
    In acht Tagen ist es soweit: Das Derby steht an! Am Samstag um 13 Uhr ist der BTSV zu Gast in Hannover.
    jb

    STATISTIK

    VfL Osnabrück: Kühn - Ajdini, Taffertshofer, Santos (68. Heider), Reichel, Amenyido (88. Multhaup), Trapp, Klaas (68. Ihorst), Henning (88. Köhler), Beermann (62. Gugganig), Kerk

    Hannover 96: Esser - Hult (73. Twumasi), Bijol, Frantz (61. Schindler), Haraguchi, Maina (61. Weydandt), Kaiser, Hübers, Ducksch, Muroya (73. Evina), Franke

    Tore: 1:0 Santos (33.), 0:2 Santos (47.), 1:2 Ducksch (90.+1)

    Gelbe Karten: Kerk, Reichel / Maina, Kaiser, Franke, Ducksch, Hübers

    Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn)

    Zuschauer: 3200