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EX-SCP-Keeper Ratajczak vor Paderborn: "Die Station war etwas Besonderes"

Vor dem Duell mit dem SC Paderborn am kommenden Sonntag haben wir mit unserem Keeper Michael Ratajczak gesprochen, dessen letzte Station der SCP war und der in Paderborn eine "ganz besondere Zeit" miterlebt hat.

Strahlemann: Michael Ratajczak im Training mit Michael Esser.

Durchmarsch in die Bundesliga
Drei Jahre lang schnürte Michael Ratajczak seine Schuhe für den SC Paderborn. Er kam zu dem Zeitpunkt zum SCP, als der Klub "mit dem Rücken zur Wand stand": "Ich bin damals 2017 als arbeitsloser Spieler zum SC Paderborn gekommen." Rein sportlich war der Klub eigentlich aus der Liga drei in die Regionalliga abgestiegen. "Nur durch den Lizenzentzug von 1860 München durften wir in der 3. Liga bleiben." Von da an ging es für den SCP nur noch bergauf - und zwar im Eiltempo. "Wir haben dann direkt den Durchmarsch gemacht und sind in die 2. Liga aufgestiegen und dann direkt in die 1. Liga", erzählt "Rata" - und erinnert sich: "Der Aufstieg mit Paderborn in die Bundesliga war schon etwas Besonderes, zumal ich im letzten Spiel dann auch spielen durfte."

"Hatten eine enorme mannschaftliche Geschlossenheit"
Gerade mit dem Aufstieg in die Bundesliga hatte niemand gerechnet - doch Ratajczak hat eine einfache Erklärung für den famosen Durchmarsch: "Wir hatten eine enorme mannschaftliche Geschlossenheit und haben viel durch den mannschaftlichen Willen, durch die Charakterstärke der Jungs bewirken können." Auch für Trainer Steffen Baumgart und Sportdirektor Markus Krösche, der mittlerweile für RB Leipzig arbeitet, findet unser Keeper nur lobende Worte: "Auf dem Platz war die Marschroute, die uns der Trainer und der Sportdirektor damals vorgegeben haben, der Schlüssel, der zum Erfolg geführt hat."

"Wird eine schwierige Aufgabe"
Nach wie vor hat unsere Nummer 22 einen guten Draht nach Paderborn und hält vor allem Kontakt zu Nico Burchert, dem Torwarttrainer und Felix Sunkel, dem Athletiktrainer des SCP. Vor dem Duell am Sonntag warnt "Rata" vor der hohen Qualität, die in der Mannschaft steckt: "Das wird schon eine schwierige Aufgabe, gerade in Paderborn. Man darf nicht vergessen, dass einige Spieler letztes Jahr noch in der Bundesliga gespielt haben." Die Vorfreude auf die Partie ist dennoch groß beim Ex-SCP-Mann: "Ich glaube, wenn man gegen seinen ehemaligen Verein spielt, dann ist das schon immer etwas Besonderes. In dem Fall ist es jetzt so, dass es mein letzter Verein war und ich mit dem Verein sowohl Höhen als auch Tiefen erlebt habe. Die Station war auf jeden Fall etwas Besonderes in meiner Karriere."
sb