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Im 96-Torwarttraining: Moßmann sorgt für die richtige Balance

96-Torwarttrainer Rolf Moßmann ist für originelle Trainingsideen bekannt. Und für den Einsatz besonderer Trainingsgeräte. Deshalb verwundert es nicht, wenn bei Torwartübungen mal ein Tennisschläger oder eine Spezialbrille zum Einsatz kommen. Oder jetzt eine auf den ersten Blick sehr wacklige Plattform.  

Michael Ratajczak macht eine gute Figur auf dem neuen Trainingsgerät.

Idee in der Garage
Neueste Errungenschaft im "Trainingsfuhrpark" von Moßmann ist der sogenannte Balancer. Das ist ein sensomotorisches Trainingsgerät mit einer dreidimensionalen und beweglichen Plattform und einem speziellen Bodenbelag. Entwickelt wurde es von Marvin Kilian "2015 in der Garage", wie der ehemalige Athletiktrainer des 1. FC Kaiserslautern erzählt. Mit seiner Marke Balancer Training verfolgte er die Idee, Rehabilitationstraining nicht nur "abgeschottet in einem Fitnessraum" durchführen zu können, sondern draußen auf dem Platz zusammen mit den Teamkollegen. Ein auch psychologisch nicht zu unterschätzender Faktor.  

Willkommene Abwechslung
Der Balancer wird aber nicht nur zum Aufbautraining nach Verletzungen eingesetzt, sondern beispielsweise auch zur Stärkung der Bein- und Rumpfmuskulatur und ist ideal, um das Gleichgewicht zu perfektionieren. Rolf Moßmann baut den Balancer bei den Roten ins Torwarttraining ein. "Wir haben mit unseren vier Torhütern ein super Team", sagt Moßmann, "die Jungs sind neugierig und haben immer wieder Lust auf was Neues und Abwechslung." Da kommt der Balancer gerade recht. "Für Torhüter ist die Rumpfmuskulatur enorm wichtig. Die kann ich mit dem Balancer super trainieren", sagt Moßmann. Gleichzeitig sei das Gerät ideal zur Prävention, "damit es möglichst gar nicht erst zu Verletzungen kommt".  

Einsatz bei zwei Erstligaklubs
In der Bundesliga setzen die TSG 1899 Hoffenheim und Werder Bremen den Balancer ein, Hannover 96 ist nun der erste Zweitligist, der ihn speziell ins Torwarttraining integriert. "Für uns ist das eine große Wertschätzung", sagt Kilian, der mit Rolf Moßmann seit mehreren Jahren im Austausch ist.
hr