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Marvin Ducksch im Interview: "Letztes Jahr hatten wir eine ähnliche Konstellation"

3:3 nach 0:3: Im Anschluss an die verrückte Aufholjagd gegen den Hamburger SV haben wir mit Marvin Ducksch über die zwei unterschiedlichen Hälften, Doppeltorschütze Genki Haraguchi und die verbleibenden neun Saisonspiele gesprochen.

Marvin Ducksch erzielte gegen den HSV das zwischenzeitliche 2:3. (Foto: Martin Ewert)

Duckschi, 3:3, am Ende behalten wir nach 0:3-Rückstand gegen den HSV doch noch einen Punkt hier. Was war das für eine Mannschaftsleistung in der zweiten Hälfte?

Marvin Ducksch (27):
Da muss ich der Mannschaft ein Riesenlob aussprechen. Nach einem 0:3 gegen diese Mannschaft noch mal zurückzukommen – Chapeau. Deswegen glaube ich, dass das für uns alle ein richtiger Schritt in die letzten neun Partien war. So müssen wir auch in die nächsten Spiele gehen.

Vier Wochen gab es jetzt kein Spiel von Hannover 96. Wie schwer war es, wieder reinzukommen?

Ducksch:
Man darf natürlich nicht vergessen, dass wir vier Wochen nicht gespielt haben. Ich glaube aber, unterm Strich war das nicht der Grund, weshalb wir 0:3 in Rückstand geraten sind. Trotz des 0:3-Rückstandes sind wir dann so aufgetreten, als wäre noch alles möglich. Ich bin richtig stolz auf die Jungs.

Was haben wir denn unter dem Strich in der zweiten Hälfte so viel besser gemacht als in der ersten?

Ducksch:
Ich glaube, gar nicht so viel. In der ersten Hälfte haben wir den Punch in der Offensive nicht gehabt. Dann lagen wir 0:3 hinten und hatten irgendwie sowieso nichts mehr zu verlieren. Dann kam das 1:3 - und du schaust jedem in die Augen und siehst: Da geht noch was. So haben wir dann auch gespielt - und hätten am Ende vielleicht sogar 4:3 gewinnen können.

Ein Wort zu Genki Haraguchi, der heute in der zweiten Hälfte gefühlt überall auf dem Platz war und ja auch zweimal getroffen hat.

Ducksch:
Wir wissen, was der Junge kann. Er hat es heute überragend gemacht, nicht nur durch seine zwei Tore - die ganze Performance von ihm hat uns gut getan. Die brauchen wir auch in den kommenden neun Spielen.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag weiter, innerhalb der nächsten Woche stehen noch zwei Heimspiele an.

Ducksch:
Im letzten Jahr hatten wir ja eine ähnliche Konstellation mit Englischen Wochen. Da haben wir auch sehr gut performt. Ich glaube, das ist bei dem einen oder anderen, der da dabei war, noch im Hinterkopf. Wenn wir so agieren, wie wir heute agiert haben, ist in den nächsten neun Spielen einiges für uns möglich.
hec/jb