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AOK-Gesundheitstipp Mai: Plastik vermeiden - Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche

Einweg-Plastikflaschen, Kunststoffschwämmchen, Mülltüten, Schneidebretter – wer sich zuhause umschaut, erkennt schnell, wie viel Plastik sich allein in der eigenen Küche befindet. Hinzu kommen der Verpackungsmüll und die oft nur einmal genutzten Plastiktütchen. Bis sich dieser Kunststoff von allein zersetzt, können mehrere Jahrzehnte vergehen.

Zum Verpacken von Obst und Gemüse gibt es verschiedene Alternativen zu Plastiktüten. (Foto: AOK)

Auch gesundheitliche Gründe
Neben den Umweltschutzgründen sprechen auch gesundheitliche Gründe dafür, Alternativen zum Plastik zu finden. Denn von so mancher Aufbewahrungsdose oder vom Plastikgeschirr können Schadstoffe in Lebensmittel übergehen. Das gilt insbesondere für den Verpackungsstoff Bisphenol A sowie für Weichmacher (Phtalate). Vor allem fett- und säurehaltige Lebensmittel nehmen Inhaltsstoffe aus der Verpackung auf.

Gerade in der Küche gibt es viele Alternativen zum Plastik, die sich schnell umsetzen lassen, berichtet die AOK Niedersachsen, und nennt sieben Beispiele.

  1. Plastiktüten: Loses Obst und Gemüse sollte nach Möglichkeit nicht mehr in der Plastiktüte nach Hause getragen werden. Viele Supermärkte und Discounter bieten inzwischen wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze an. Alternativ gibt es immer noch den klassischen Einkaufskorb aus Weidengeflecht oder wiederverwendbare Beutel aus Stoff.

  2. Leitungswasser statt Wasser aus Plastikflaschen: Leitungswasser ist in Deutschland von sehr guter Qualität. Es kann problemlos getrunken werden (außer aus alten Häusern mit Bleirohren). Zudem ist Leistungswasser preiswerter als gekauftes Wasser in Flaschen.

  3. Schneidebretter: Bretter aus Holz stehen denen aus Kunststoff in nichts nach. Auch die Sorge, dass Holzbretter unhygienischer sind, weil sie sich nicht in der Spülmaschine reinigen lassen, ist unbegründet. Damit Bakterien abgetötet werden, kann das Brett mit kochendem Wasser abgespült werden. Zudem gibt es auch Schneidebretter aus Glas oder Granit.

  4. Spülbürsten und Lappen: Herkömmliche Spülbürsten haben Borsten aus Nylon. Auch das ist Plastik. Spültücher wiederum sind inzwischen oft aus Mikrofasern – ebenfalls eine Art Kunststoff, wovon kleinste Partikel über das Abwasser besonders schnell ins Meer gelangen. Alternativen sind Spültücher aus Baumwolle. Spülbürsten gibt es auch mit Holzgriffen und Naturborsten.

  5. Kochlöffel und Co.: Diese Plastikprodukte lassen sich in der Küche gut ersetzen. Pfannenwender, Schneebesen oder SpaghettiLöffel gibt es auch aus Edelstahl oder Holz.

  6. Einweggeschirr und wiederverwendbares Plastikgeschirr: Beides ist problemlos durch Porzellan oder Keramik zu ersetzen.

  7. Bratpfanne: Teflon, mit dem viele Pfannen und Töpfe beschichtet sind, ist ebenfalls ein Kunststoff. Pfannen haben meist auch einen Kunststoffgriff. Ein echter Klassiker, der schon früher einen Stammplatz in der Küche hatte, ist die Pfanne aus Gusseisen - im Idealfall mit Holzgriff