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AOK-Gesundheitstipp September: Salmonellen den Garaus machen

Durchfall und Erbrechen: Dahinter können Salmonellen stecken. Sie gehören zu den häufigsten bakteriellen Verursachern von Darmkrankheiten. Gerade in den Sommermonaten steigt die Zahl der Infektionen, weil die Bakterien sich bei Hitze und Feuchtigkeit besonders gut vermehren. Die AOK gibt Tipps, wie sich eine Infektion vermeiden lässt.

Auch beim beliebten Sommergrillen können Salmonellen-Infektionen auftreten. Sie werden durch rohes nicht ausreichend erhitztes Fleisch und Geflügel sowie Rohmilch oder Eier übertragen. Eine gute Lebensmittelhygiene ist daher wichtig. (Foto: AOK-Mediendienst)

Vorsicht bei Fleisch
Eine Infektion mit Salmonellen ist eine klassische Lebensmittelinfektion tierischen Ursprungs. Der Darm von Schweinen, Rindern oder Geflügel kann mit Salmonellen besiedelt sein, ohne dass die Tiere erkranken. Beim Schlachten oder Zerlegen können die Erreger an das Fleisch gelangen. So ist Vorsicht angesagt zum Beispiel bei Carpaccio, Mett, Tatar oder Teewurst. Auch wenn das Steak, Kotelett oder die Hähnchenschenkel auf dem Grill nicht richtig durcherhitzt werden, haben Salmonellen eine Chance. Verdächtig sind außerdem rohe beziehungsweise nicht ganz durchgegarte Eier – wie zum Beispiel in Eischäumen, Cremes, Konditoreiwaren, Mayonnaisen oder Speiseeis. Weniger bekannt ist, dass auch pflanzliche Lebensmittel mit Salmonellen verunreinigt sein können, wie eine aufgeschnittene, ungekühlte Melone, nicht erhitzte Sprossen oder abgepackter Salat.

Zentral bei einer Erkrankung: den Flüssigkeits- und Mineralverlust ausgleichen
Charakteristisch für die Infektion ist der plötzliche Beginn mit Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauch- und Kopfschmerzen, begleitet von erhöhter Temperatur. In der Regel klingen die Beschwerden nach einigen Tagen von selbst wieder ab. Zentral bei einer Erkrankung ist, den Flüssigkeits- und Mineralverlust auszugleichen, rät die AOK Niedersachsen. Das gilt besonders für kleine Kinder, Schwangere, ältere oder geschwächte Menschen. Um eine Austrocknung zu verhindern, sollte man viel Wasser und Tee trinken, eine Glukose-Elektrolytlösung aus der Apotheke kann eine gute Ergänzung sein.

Händewaschen kann Keimzahl auf Händen deutlich reduzieren
Eine richtige Hygiene sowie Erhitzung beziehungsweise Kühlung sind das A und O, um eine Infektion mit Salmonellen zu verhindern. Händewaschen kann die Keimzahl auf den Händen deutlich reduzieren. Bevor man sich also in der Küche ans Werk macht und auch nachdem man rohe Tierprodukte bearbeitet hat, sollte man gründlich die Hände mit warmem Wasser und Seife waschen. Nach jedem Toilettengang, vor dem Essen und nach Kontakt mit Tieren ist ebenfalls Händewaschen angesagt. Da vor allem das Auftauwasser von Fleisch viele Erreger enthalten kann, sollte es sofort entsorgt und alle Gegenstände und Arbeitsflächen, die damit in Berührung gekommen sind, heiß abgewaschen werden. Nach dem Einkauf gehören Fleisch- und Wurstwaren, Geflügel, Eier, Mayonnaise, Salate oder Speiseeis sofort in den Kühlschrank. Fleisch sollte an allen Stellen durchgegart sein. Nur wenn man die Speisen für mindestens zehn Minuten bei über 70 Grad erhitzt, kann man Salmonellen abtöten. Diese Temperatur muss allerdings auch im Innern der Speise erreicht werden. Temperaturen unter sieben Grad im Kühlschrank können zumindest eine Vermehrung verhindern.