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AOK-Gesundheitstipp Dezember: Haustier zu Weihnachten schenken? Lieber nicht!

Katzen oder Hunde als Weihnachtsgeschenk? Das ist keine gute Idee. Für die Tiere bedeutet es meist puren Stress, wenn sie sich zwischen Festessen und Geschenketrubel an ihre neue Umgebung gewöhnen müssen. Und bei manchen neuen Besitzerinnen und Besitzern macht sich schnell Ernüchterung breit, wenn es an die Pflichten geht: Sie geben das Tier dann schnell im Tierheim ab.

Haustier als Ersatz für soziale Kontakte
Haustiere in Deutschland sind beliebt: 15,7 Millionen Katzen, 10,7 Millionen Hunde und rund fünf Millionen Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse und Hamster leben in deutschen Haushalten. Durch die weit verbreitete Kurzarbeit und die besonderen Homeoffice-Umstände während der Corona-Krise hat sich der Trend zum Haustier noch verstärkt. Für viele Menschen ist ein Haustier in dieser Zeit Ersatz für soziale Kontakte.

Das Zusammenleben mit Tieren wirkt sich durchaus positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus: Als gesundheitsfördernd gelten eine höhere Lebenszufriedenheit durch das Gefühl des Gebrauchtwerdens, Stressabbau durch Tierkontakt und Beobachtung, vermehrte körperliche Bewegung und mehr Sozialkontakte. Auch älteren und chronisch kranken Menschen tut ein Haustier gut; sie gehen seltener zur Ärztin oder zum Arzt und benötigen weniger Medikamente, berichtet die AOK Niedersachsen.

Wenn Kinder sich ein Haustier wünschen, sollten sich Eltern gut überlegen, welches in ihre Familie passt, sonst wird es schnell zur Last. (Foto: AOK-Mediendienst)

Das Für und Wider abwägen
Doch es gibt auch Risiken bei der Haustierhaltung: Haustiere können Krankheiten übertragen, ihren Halter kratzen oder beißen und Allergien auslösen oder verschlimmern. Der illegale Online-Welpenhandel, der vor allem in der Corona-Pandemie boomt, ist hier besonders gefährlich. Die Tiere sind oft krank und stammen meist aus einer nicht artgerechten Haltung.

Wer ein Tier in der Familie aufnehmen möchte, sollte daher das Für und Wider abwägen. Dabei kommt es auch darauf an, um was für ein Tier es sich handelt, wie alt die Kinder sind, die sich um das Tier kümmern werden und auf die Erfahrung und das Wissen, dass speziell die Eltern mitbringen. Wer geht mit dem Hund Gassi – auch in Zukunft? Wer versorgt das Tier, wenn die Familie in den Urlaub fährt? Das sind Fragen, die vorher geklärt und bedacht werden müssen. Auch die Kosten sollten im Blick behalten werden.

Entscheidet sich die Familie gemeinsam für ein Haustier, ist das Tierheim eine gute Anlaufstelle. Dort warten Tiere jeder Art und jeden Alters auf ein neues Zuhause. "Wenn es dann ein Weihnachtsgeschenk sein soll, tun Sie Ihrem neuen Haustier und sich den Gefallen und holen es erst nach Weihnachten in einer ruhigeren Phase ab, damit sich alle daran gewöhnen können", rät die Gesundheitskasse.