NIEMALSALLEIN

Hannover 96 war das bessere Team, ohne die Überlegenheit jedoch in Tore ummünzen zu können. So endete am Samstagnachmittag die Generalprobe vor dem Bundesligastart vor gut 35.000 Zuschauern mit einem torlosen Remis gegen den englischen Premier League-Klub Aston Villa.

 

Zwei Neuzugänge in der Startelf
96-Coach Peter Neururer schenkte mit Szabolcs Huszti und Arnold Jan Bruggink zweien seiner Neuzugänge das Vertrauen für die erste Elf. Vor der Viererkette mit den Innenverteidiger-Pärchen Zuraw/Vinicius sicherte Hanno Balitsch ab, Yankov übernahm die rechte Position der Raute, Huszti die linke, während Bruggink als typischer Zehner agierte. Als Sturmduo begannen Jiri Stajner und Vahid Hashemian. Der Gast aus Birmingham musste auf einige „Stars“ verzichten. So fehlte u.a. angeschlagen der tschechische WM-Stürmer Milan Baros.

Deutliche Überlegenheit
Die Roten erspielten sich von Beginn an nicht nur ein optisches Übergewicht, sondern auch einige Torchancen. Bereits nach zwei Minuten prüfte Huszti nach Yankov-Anspiel aus spitzen linken Winkel Villa-Schlussmann Sorensen, der einige Mühe hatte. Überhaupt avancierte der ungarische Neuzugang Szabolcz Huszti (Foto) nicht zum ersten Mal in der Vorbereitung zum auffälligsten Akteur. Viele Angriffe liefen über die linke Seite, auch weil Michael Tarnat viel Druck erzeugte. Nach 18 Minuten verpasste Huszti haarscharf, nachdem sich Hashemian am rechten Flügel durchgetankt und hinein gegeben hatte. Wenn Torgefahr ausgestrahlt wurde, dann von den Gastgebern. So strich ein noch abgefälschter Balitsch-Freistoß aus gut 30 Metern knapp rechts vorbei (26.). Kurz darauf legte der sehr agile Hashemian klug auf Stajner ab, dessen Kracher aber über die Querlatte strich (29.). Die besten Gelegenheiten folgten dann in der 33. bzw. 35 Minute: Zunächst leitete Tarnat mit einem Traumpass rechts rüber zu Hashemian einen guten Angriff ein. Der Iraner suchte im Zentrum Bruggink, der aber durch eine Fußspitze Mellbergs gerade noch am erfolgreichen Abschluss gehindert wurde. Hashemian hatte eine Vinicius-Rechtsflanke zu dem Ungarn durchrutschen lassen. Die Engländer kamen gegen die gut organisierte 96-Viererkette lediglich zu einer Torgelegenheit, als nach einem seltenen Ballverlust Zuraws Agbonlahor schnell zu Kevin Phillips passte, dieser aber von der Strafraumgrenze den linken Pfosten knapp verfehlte (41.). Fast wäre den Roten aber doch noch die verdiente Führung vor der Pause gelungen. Hashemian tanzte Villas Linksverteidiger Bouma aus und passte von der Toraußenlinie zurück auf Stajner, dessen Direktabnahme aber erneut knapp über die Querlatte strich (45.).

Letzte zwanzig Minuten wieder stärker
Während die Gäste gleich dreimal wechselten, brachte Peter Neururer erst im Verlaufe der zweiten Hälfte frisches Blut. Spielerisch tat sich nun kaum etwas, beide Teams neutralisierten sich. Erst in den letzten 20 Minuten gaben die Platzherren wieder Gas. So verzog Schröter aus rechtem spitzen Winkel am langen Eck vorbei, nachdem Lala und Brdaric den Angriff eingeleitet hatten (71.). Zwei Minuten später war es andersherum, Schröter bediente von der rechten Außenlinie Brdaric im Zentrum, nachdem Andersson klug per Pass in die Gasse eingeleitet hatte. Doch Brdaric traf das Leder nicht optimal, so dass dieses knapp am rechten Aluminium vorbei strich. Die letzte Torchance blieb dann dem gerade eingewechselten Jan Rosenthal vorbehalten, der sich couragiert gegen einen Birminghamer durchsetzte und aus 18 Metern draufhielt. Doch Sorensen riss gerade noch die Arme hoch und faustete das Geschoss über die Latte (81.)

Nur die Tore fehlten
Über 35.000 Zuschauer sahen eine durchaus gelungene Generalprobe der Roten, auch wenn letztendlich das Salz in der Suppe, die Tore, Mangelware blieben. Die Viererkette wurde kaum gefordert, vor allem Vinicius wirkte äußerst abgeklärt. Gefahr kam v.a. über die linke Zange Tarnat / Huszti, aber auch „Chak“ Yankov rechts sorgte für die ein oder andere Idee. Erst in der zweiten Hälfte gab es einen kleinen Bruch im Spiel, das erst im letzten Drittel wieder ein wenig an Fahrt aufnahm.


STATISTIK

Hannover 96:
Enke – Cherundolo (ab 57. Andersson), Vinicius, Zuraw, Tarnat (ab 57. Nagy) – Balitsch (ab 76. Rosenthal), Yankov (ab 57. Schröter), Huszti (ab 76. Jendrisek), Bruggink (ab 57. Lala) – Stajner (ab 57. Thorvaldsson), Hashemian (ab 57. Brdaric)

Aston Villa: Sorensen – Hughes (ab 46. Delaney), Mellberg (ab 76. Laursen), Ridgewell (ab 46. Cahill), Bouma – Gardener, Berson (ab 59. Djemba-Djemba), Whittingham (ab 59. Samuel), Barry – Phillips (ab 46. Moore), Agbonlahor

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Huszti, Balitsch / Phillips

Zuschauer: 35.604

Schiedsrichter: Norbert Grudzinski


Foto: S. Zwing

 

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