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Christian Dynas über die großen Ziele der Abteilung

Tanzsport ist seine große Leidenschaft: Christian Dynas, seit wenigen Monaten neuer Abteilungsleiter der Abteilung Tanzen bei Hannover 96. Der 25-Jährige entdeckte spät seine Leidenschaft für den Tanzsport. Im Interview mit Axel Emmert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, verriet er, wie es dazu kam und welche Pläne er mit der Abteilung für die Zukunft hat. Klare Kernaussage von Christian: „Wir wollen in die 1. Bundesliga aufsteigen!“

Christian, Tanzen ist ein toller Sport, steht aber nicht so sehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit wie zum Beispiel Fußball, Handball oder diverse Trendsportarten. Wie bist Du zum Tanzsport gekommen?
Wie so oft im Leben: durch Zufall! Grundsätzlich fand ich Tanzen schon immer sehr attraktiv. Vor rund drei Jahren – damals habe ich unter anderem in meinem Fitnessstudio an Zumba-Kursen teilgenommen – wollte ich nebenbei gerne tanzen lernen. Bei der Suche nach einer geeigneten Tanzschule gab mir eine Freundin den Tipp, doch einmal in der Abteilung Tanzen von Hannover 96 vorbeizuschauen – so hat alles angefangen.

Christian Dynas lächelt in die Kamera.
Christian Dynas, Abteilungsleiter Tanzen, freut sich auf die zukünftigen Aufgaben! (Foto:Nikolas Berger)

Aber vom „Tanzen-Lernen“ zum Turniertanzsport ist es trotzdem ein großer Schritt – oder?
Absolut! Aber die Leute waren ungemein sympathisch und da beim Tanzen, speziell beim Formationstanzen, oftmals ein Mangel an männlichen Tanzpartnern herrscht (Christian lacht!), hatte ich halt schon ein Kriterium erfüllt…

Na ja, aber ein bisschen Talent muss doch auch dazugehören – oder?
Sicher, das schien bei mir der Fall zu sein, denn bereits ein Jahr später wurde ich in die A-Latein-Formation aufgenommen, die ja bekanntlich immerhin in der 2. Bundesliga tanzt. Ich hatte allerdings auch jede Menge Ehrgeiz, mich da nicht zu blamieren, und habe entsprechend trainiert. Christian ergänzt: Vielleicht hatte ich auch ein ganz gutes Rhythmusgefühl, da ich zuvor bereits als Gitarrist Musik gemacht habe…

Was war für die Dich das Schwierigste in der Formation?
Ganz klar: Die Orientierung im Raum zu behalten, wo du wann und wie zu stehen hast.

Bist Du aktuell noch aktiv?
Nein, neben Beruf und privaten Verpflichtungen sowie dem Fulltimejob als Abteilungsleiter bleibt nicht mehr genügend Zeit. Ich halte mich jetzt im Fitnessstudio fit.

Dann kommen wir doch zu den Aufgaben, Wünschen und Zielen der Abteilung. Wie groß ist die Abteilung aktuell?
Wir haben zirka 250 Aktive, die sich auf die A-Mannschaft, die in der 2. Liga tanzt, die B-Formation, die in der Landesliga am Start ist, und ein C-Team in der Bezirksliga verteilen. Nicht zu vergessen etliche sehr starke Einzelpaare in unterschiedlichen Turniertanz-Altersklassen, angefangen bei der Jugend bis hin zu den Senioren. Dazu natürlich jede Menge reine Hobby- und SpaßtänzerInnen, die sich auch in allen Altersklassen tummeln, vom Kindertanzen bis hin zum klassischen Gesellschaftstanz, der vielen sicher noch besser unter dem traditionellen „Tanztee“ bekannt sein dürfte.

Kommen wir jetzt zum großen Ziel: Aufstieg in die 1. Bundesliga. Ist das ein realistisches Ziel?
Ja, in jedem Fall. Die Mannschaft ist stark genug, um in der 2. Liga um den Sprung in die 1. Liga mitzutanzen. Wir haben für diese Saison ein Top-Team mit acht hoch motivierten Paaren, dazu entsprechende Ergänzungen, ein starkes TrainerInnen- und BetreuerInnenteam, dazu eine neue, überaus professionelle Choreografie inklusive eines neuen Musikarrangements – also alle Voraussetzungen, die uns unserem großen Ziel näherbringen sollen. Eine erste Standortbestimmung werden wir am Wochenende des 28. und 29. März bekommen, wenn wir zum Heimturnier in die Großsporthalle des TuS Vinnhorst einladen. Da hoffen wir natürlich auf jede Menge Unterstützung unserer Fans!

Tänzerinnen in pinker Kleidung bei einer Choreografie.
Das große Ziel der Abteilung lautet: Aufstieg in die 1. Bundesliga! (Foto: Draken Billers)

Dafür drücken wir die Daumen und werden noch entsprechend auf das Datum hinweisen. Wie oft wird trainiert?
Wir trainieren in der Regel dreimal pro Woche, insgesamt rund zehn Stunden, dazu kommt noch individuelles Einzeltraining für die Paare. Das ist ja jede Menge Aufwand – und das alles im Amateurbereich, das kann man ja fast nicht glauben. Ja, aber das ist so. Bei uns gibt es kein Geld, lediglich die Kleidung und natürlich die Fahrten zu den Turnieren werden vom Verein übernommen. Der Rest ist wirklich die große Lust am Tanzsport, der tolle Zusammenhalt der Truppe und das super Umfeld.

Das hört sich super an – gibt es noch einen Wunsch abseits des Turniertanzsports?
Ja, absolut: Ich will den Inklusionssport bei uns voranbringen. Ich möchte, dass wir Zug um Zug mehr Menschen mit Beeinträchtigungen zum Tanzsport bringen. Tanzen ist eine tolle Sache – alle, egal wie fit er oder sie ist. Es gibt schon diverse Ideen und Vorbereitungen im Hintergrund, die ich eng mit dem Abteilungsleiter Handicapsport, Holger Apitius, abspreche. Demnächst soll es auch einen „Tag der offenen Tür“ geben.

Lieber Christian, vielen Dank für die tollen Einblicke in die Abteilung Tanzen und alles Gute für die Ziele!

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