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Ime Okon drückt die Schulbank

Tägliche Lernfortschritte im Klassenzimmer und auf dem Platz: Ime Okon wagte im vergangenen Sommer den großen Sprung und kam aus seinem Heimatland Südafrika an den Maschsee zu Hannover 96. Der 21-Jährige spricht über die damit verbundenen Umstellungen und seine Ziele.

/ Profis
Ime Okon kontrolliert im Training den Ball mit dem Fuß. Er trägt einen grünen Trainingspullover und blickt nach unten auf den Ball.
Auf und neben dem Platz konzentriert: Ime Okon arbeitet bei Hannover 96 täglich an seiner Entwicklung – sportlich und sprachlich. (Foto: 96/Redaktion)

Fleiß im Klassenzimmer
8.870 Kilometer Luftlinie: Das ist die Entfernung zwischen dem Lucas Moripe Stadium und der Heinz von Heiden Arena und damit die Distanz vom ehemaligen und neuen Arbeitsplatz von Ime Okon. Der 21-Jährige wechselte zu Beginn dieser Saison vom südafrikanischen Erstligisten SuperSport United zu Hannover 96 und wagte damit einen großen Schritt in eine neue Kultur, weit weg von seiner Heimat. Der eingeschlagene Weg bringt auch einige Umstellungen mit sich.

Für den Südafrikaner besteht der Alltag bei den Roten nicht nur aus Training und den Punktspielen am Wochenende. Mehrmals pro Woche sitzt der junge Profi im Deutschunterricht. "Wir haben mehrmals die Woche Unterricht und lernen dort die deutsche Sprache. Das ist gar nicht so einfach, weil Deutsch eine schwere Sprache ist", gibt Okon zu und lacht dabei.

"Es ist wie eine Schulklasse"
Der Verteidiger sitzt dabei nicht allein im Klassenzimmer. "Ich lerne zusammen mit den Spielern, die ebenfalls nicht aus Deutschland kommen." Die Gruppe ist bunt gemischt. Mit ihm lernen unter anderem Mustapha Bundu, Mwisho Mhango, Waniss Taibi, William Kokolo, Daisuke Yokota, Hayate Matsuda und Stefan Thordarson. "Es ist wie eine Schulklasse auf einer internationalen Schule. Wir haben auch alle Spaß dabei." Für Okon, der bereits bei seiner Vorstellung als "extrem lernwillig" beschrieben wurde, ist das mehr als ein Pflichtprogramm. "Das Lernen der deutschen Sprache ist ja auch sehr wichtig für die Integration und das Verstehen der Mitspieler in der Mannschaft."

Leben in Hannover
Abseits des Platzes hat sich der junge Profi ebenfalls gut in Hannover eingelebt. "Es läuft gut", bilanziert er und offenbart dabei auch sein Können am Kochlöffel. "Ich kann auch gut kochen, obwohl ich jetzt nichts Verrücktes zubereite." Oftmals kommen einfache Gerichte mit "Reis oder Nudeln" bei ihm auf den Mittagstisch.

Der Glaube an harte Arbeit
Auch sportlich verfolgt Okon eine klare Philosophie. "Wir müssen alle immer hart arbeiten. Und wenn du hart arbeitest, dann kommt alles von allein, daran glaube ich." Dabei geht es nicht nur um die körperliche Fitness, denn der 21-Jährige legt auch großen Wert auf Details. "Ich lerne jeden Tag, auch kleine Dinge, die man erst bei genauerem Hinschauen sieht wie Positionierungen oder bestimmte Bewegungen."

Schritt für Schritt kommt Okon also sowohl sportlich als auch persönlich immer besser in seiner neuen Heimat an.
jr

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