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Nawrocki vor Darmstadt: "Wir fahren hin, um drei Punkte zu holen"

Vom Derby-Debütanten zum "Derbyhelden": Maik Nawrocki fühlt sich bei Hannover 96 fit, wohl und in guter Form - und geht mit breiter Brust in das Flutlicht-Duell beim Tabellennachbarn SV Darmstadt 98.

/ Profis
Maik Nawrocki auf dem Spielfeld im roten 96-Trikot.
Nawrocki fährt mit viel Optimismus zur Partie mit den Südhessen. (Foto: 96/Redaktion)

Vom Derby‑Debüt zum Derbyhelden
"Ich bin schmerzfrei, fühle mich gut, habe Spaß und spiele regelmäßig", beschreibt Maik Nawrocki seine aktuelle Verfassung. Nach anfänglichen körperlichen Rückschlägen sorgt der seit Sommer 2025 von Celtic Glasgow ausgeliehene Innenverteidiger zuletzt nicht nur für defensive Stabilität, sondern setzt auch offensiv entscheidende Akzente. Eine Entwicklung, die ihm bei vielen 96‑Fans inzwischen das Prädikat "Derbyheld" eingebracht hat.

Denn seinen bislang größten Moment im 96‑Trikot erlebte der 25‑Jährige am vorletzten Spieltag: Mit einem wuchtigen Kopfball erzielte Nawrocki im Derby gegen Eintracht Braunschweig den goldenen Treffer zum 1:0 – der zweite Derbysieg der Saison. Auf den Derbyhelden‑Status angesprochen, bleibt der Pole bescheiden: "Derbyheld – das ist schön. Aber ich will es auch nicht überhöhen. Das Siegtor gegen Braunschweig macht mich nicht zu einem besseren Spieler." Gleichzeitig spürt er, was dieser Treffer bei den Menschen ausgelöst hat: "Es ist schön, dass es den Menschen hier so viel bedeutet und ich sie glücklich machen konnte."

Nawrocki vor dem Auswärtsblock auf Schalke.
Nawrocki vor dem Auswärtsblock auf Schalke. (Foto: 96/Redaktion)

Erfolgreiches Leihgeschäft
Dabei hatte Nawrockis Zeit bei den Niedersachsen bereits deutlich früher in dieser Saison Fahrt aufgenommen. Sein Debüt feierte er passenderweise im Hinrunden-Derby am 10. Spieltag, als er sich mit einer überzeugenden Leistung direkt in der Startelf wiederfand. Es folgten weitere starke Auftritte mit wichtigen Offensivaktionen: Nachdem Nawrocki bereits drei Assists gesammelt hatte - einer davon im Hinspiel gegen den kommenden Gegner SV Darmstadt 98 - gelang ihm im Auswärtsspiel auf Schalke mit einem Kopfball zum 2:1 der wichtige Anschlusstreffer. Sein erstes Tor im 96-Trikot, dem eine Woche später der umjubelte Siegtreffer im Derby folgen sollte.

Ob die Leihe von Stammverein Celtic Glasgow an den Maschsee für den gebürtigen Bremer aufgegangen ist, beantwortet Nawrocki daher ohne Zögern: "Für mich hundertprozentig. Es war wichtig, dass ich nach zwei Jahren wieder regelmäßig spiele. Auch die Art und Weise, wie wir spielen, tut mir gut."

Wohlfühlfaktor Hannover
Abseits des Platzes fühlt sich der Defensivspieler ebenfalls pudelwohl. Die Nähe zur Familie in Bremen ist für ihn ein klarer Pluspunkt: "In meiner Zeit in Warschau und bei Celtic haben wir uns sehr selten gesehen. Jetzt habe ich nur noch eine Stunde Fahrt, bin öfter zu Besuch." Seine Familie ist bei Heimspielen regelmäßig dabei, oft sogar auswärts.

Auch Hannover als Standort überzeugt den 25‑Jährigen: "Mir gefällt es gut in Hannover. Die Stadt ist mega‑schön. In der Mannschaft habe ich mich von Anfang an wohlgefühlt." Lachend ergänzt er, dass "auch das Wetter viel besser als in Schottland" sei.

Duell mit dem direkten Tabellenkonkurrenten
Sportlich hat Hannover 96 weiterhin den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze gehalten. Nawrocki blickt dabei optimistisch auf die Situation: "In der Rückrunde haben wir viele Punkte geholt. Wir waren bisher immer in Reichweite zu den Plätzen ganz oben. Aber abgerechnet wird am Ende." Die Ausgangslage sei dabei klar: "Oben spielen noch viele gegeneinander – wir haben es für alle Konstellationen noch immer selbst in der Hand."

Nun wartet am Samstagabend (Anstoß 20.30 Uhr) unter Flutlicht das Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98, der sich einzig aufgrund der besseren Tordifferenz einen Tabellenplatz vor den Niedersachsen einsortiert (4.). Die Zielsetzung formuliert Nawrocki klar: "Natürlich wäre es gut und hilft, wenn wir in Darmstadt gewinnen. Das haben wir auch vor. Wir fahren nach Darmstadt, um drei Punkte zu holen. Das Selbstvertrauen ist da, wir fühlen uns gut."

Eine besondere Verbindung zu den Lilien liefert Darmstadts Trainer Florian Kohfeldt. Nawrocki kennt ihn noch aus gemeinsamen Zeiten bei Werder Bremen, als er während seiner U19‑Zeit mehrfach bei der Lizenzmannschaft mittrainieren durfte: "Wir kennen uns. Ich habe mich damals gefreut, dass ich unter ihm ein paar Mal bei den Profis mittrainieren durfte." Im Hinspiel gab es bereits ein kurzes Wiedersehen – nun folgt das nächste. Mit dem diesmal hoffentlich besseren Ende für die Roten.
lk

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