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Die besondere 96-Serie gegen Wolfsburg

Am Sonntag (Anstoß 13.30 Uhr) kommt es in der ausverkauften Heinz von Heiden Arena erstmals seit mehr als sieben Jahren wieder zu einem Pflichtspiel zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg. Die gemeinsame Geschichte reicht bis 1954 zurück – und hält eine außergewöhnliche 96-Serie bereit.

/ Profis
Eine Geschichte seit 1954 Am 3. Oktober 1954 stehen sich beide Klubs erstmals gegenüber. Der amtierende Deutsche Meister aus Hannover gewinnt das Oberliga-Duell am Maschsee mit 3:2. Es ist der Auftakt zu einer mittlerweile mehr als 70 Jahre umfassenden Geschichte, in der 96 und der VfL in der Oberliga Nord, der Regionalliga Nord, der Bundesliga, der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal aufeinandertreffen.  Insgesamt stehen bislang 59 Pflichtspiele zu Buche. Die Bilanz ist nahezu ausgeglichen: 22 Begegnungen entscheidet Hannover für sich, 25-mal gewinnt Wolfsburg, zwölf Partien enden unentschieden. In der 2. Bundesliga spricht der direkte Vergleich sogar für die Roten: Sechs Siegen und drei Remis stehen drei Niederlagen gegenüber.
Artur Sobiech erzielte beim 4:0-Auswärtserfolg am 2. September 2012 in Wolfsburg einen Doppelpack. (Foto: 96/Kaletta)

Eine Geschichte seit 1954
Am 3. Oktober 1954 stehen sich beide Klubs erstmals gegenüber. Der amtierende Deutsche Meister aus Hannover gewinnt das Oberliga-Duell am Maschsee mit 3:2. Es ist der Auftakt zu einer mittlerweile mehr als 70 Jahre umfassenden Geschichte, in der 96 und der VfL in der Oberliga Nord, der Regionalliga Nord, der Bundesliga, der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal aufeinandertreffen.

Insgesamt stehen bislang 59 Pflichtspiele zu Buche. Die Bilanz ist nahezu ausgeglichen: 22 Begegnungen entscheidet Hannover für sich, 25-mal gewinnt Wolfsburg, zwölf Partien enden unentschieden. In der 2. Bundesliga spricht der direkte Vergleich sogar für die Roten: Sechs Siegen und drei Remis stehen drei Niederlagen gegenüber.

Eine im Oberhaus einmalige Serie
Ihre erfolgreichste Phase gegen die Wölfe erleben die Roten rund um die Europapokal-Jahre und beginnt im April 2012. Nur wenige Tage nach dem Europa-League-Viertelfinale gegen Atlético Madrid besiegt die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka den VfL durch die Treffer von Mame Diouf und Didier Ya Konan mit 2:0. Es ist der Auftakt zu einer Serie, die Hannover 96 in der Bundesliga bislang gegen keinen anderen Klub gelang: Bis Januar 2014 gewinnt Hannover bei einem Torverhältnis von 13:2 fünf Ligaspiele nacheinander gegen Wolfsburg. Die Ergebnisse: 2:0, 4:0, 2:1, 2:0 und 3:1.

Der Höhepunkt folgt im September 2012. In der Volkswagen Arena spielen sich die Roten in einen Rausch und gewinnen mit 4:0. Karim Haggui, Leon Andreasen und der doppelt erfolgreiche Artur Sobiech erzielen die Tore. Szabolcs Huszti bereitet alle vier Treffer vor. Dass 96 den Nachbarn in dieser Phase nicht nur mit spielerischer Klasse bezwingen kann, zeigt das Rückrundenspiel: Nach Toren von Mohammed Abdellaoue und Diouf führen die Roten früh mit 2:0, müssen nach einem Platzverweis gegen Sébastien Pocognoli aber fast eine Stunde in Unterzahl bestehen. Wolfsburg verkürzt und drängt auf den Ausgleich, Hannover verteidigt die Führung jedoch leidenschaftlich und gewinnt mit 2:1.

Der letzte Erfolg dieser Siegesserie findet im Januar 2014 ebenfalls in Wolfsburg statt. Artjoms Rudnevs und der doppelte Torschütze Leonardo Bittencourt sorgen für einen 3:1-Erfolg und den fünften 96-Sieg hintereinander.

Das letzte Heimduell geht an 96
Auch das bislang letzte Ligaspiel beider Klubs in Hannover endet mit einem Erfolg der Roten. Im November 2018 bringt der damals 19-jährige Linton Maina 96 in Führung, ehe Ihlas Bebou per Strafstoß erhöht. Wout Weghorst gelingt nur noch der Anschlusstreffer – Hannover gewinnt mit 2:1.

Nun wird die gemeinsame Geschichte fortgesetzt: erstmals seit sieben Jahren in einem Pflichtspiel, erstmals seit mehr als 30 Jahren in der 2. Bundesliga und das vor 49.000 Fans in der ausverkauften Heinz von Heiden Arena.
lk

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