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DFB reicht Bewerbungsunterlagen für die Frauen-EM 2029 ein

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat seine Bewerbungsunterlagen für die Ausrichtung der UEFA Europameisterschaft der Frauen 2029 eingereicht. Sollte das Turnier nach Deutschland kommen, wäre auch Hannover mit der Heinz von Heiden Arena einer der acht Austragungsorte.

/ Klub
Menschen, die in einem vollen Fußballstadion jubeln.
Im Juli 2024 siegte die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in der Heinz von Heiden Arena im EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich mit 4:0. (Foto: IMAGO/Future Image)

Breite Unterstützung
DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich, die beiden DFB-Vizepräsidentinnen Sabine Mammitzsch und Celia Sasic sowie DFB-Sportdirektorin Nia Künzer übergaben persönlich ein Exemplar des Bid Dossiers in der UEFA-Zentrale in Nyon. UEFA-Generalsekretär Theodoros Theodoridis nahm es in Empfang.

Knapp ein Jahr lang wurde in zahlreichen Projektgruppen aus den verschiedensten Bereichen intensiv an den Inhalten der Bewerbung gearbeitet. Breite Unterstützung erhielt der DFB dabei von Bund, Ländern, Städten, Stadionbetreibern, NGOs, Flughäfen, seinen Landesverbänden und zahlreichen weiteren Stakeholdern. Das Bid Book umfasst elf Kapitel. Inhaltlich befasst es sich ausführlich mit den von der UEFA vorgegebenen Fragestellungen. Dabei werden unter anderem die Themenbereiche Vision und Wirkung, Nachhaltigkeit, Recht, Stadien, Sicherheit, Mobilität, Logistik und Finanzen abgedeckt.

Sportstadt Hannover
Die vom DFB-Präsidium im Rahmen des Nationalen Auswahlverfahrens bestimmten Spielorte für die DFB-Bewerbung sind: Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Köln, Leipzig, München, Wolfsburg. Im Rahmen der Bekanntgabe dieser möglichen Austragungsorte im Juni dieses Jahres hatte Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay gesagt: "Wir freuen uns sehr, dass Hannover Teil der Bewerbung des Deutschen Fußballbundes um die UEFA Frauen-Fußball-EM 2029 sein wird. Die Argumente und unsere aussagekräftige Bewerbung haben überzeugt. Nach dem Zuschlag für die Finals 2026 ist dies ein weiterer Erfolg für die Sportstadt Hannover. Jetzt werden wir alles dafür tun, dass die deutsche Bewerbung erfolgreich wird." Ebenso erfreut hatte sich auch Martin Kind, Geschäftsführer der Arena-GmbH, gezeigt, dem DFB für das Vertrauen gedankt und tatkräftige Unterstützung bei der deutschen Bewerbung versprochen: "Den weiteren Prozess werden wir gemeinsam mit der Landeshauptstadt weiterhin aktiv unterstützen, um das Turnier nach Deutschland und damit nach Hannover zu holen. Hannover hat viel zu bieten. Für die Stadt und die Region eröffnet die EM eine tolle Gelegenheit, sich mit seiner Infrastruktur auf internationaler Bühne zu präsentieren. Ich bin mir sicher, Hannover wird ein guter Gastgeber sein."

Zukunftsvision
Kern der DFB-Bewerbung ist die Vision, die in dem Slogan "Together WE Rise" zum Ausdruck kommt. Der Frauenfußball soll wachsen - sportlich, infrastrukturell, ganzheitlich und nachhaltig. Die UEFA Women’s EURO 2029 soll einen Rekorderlös erzielen, mindestens eine Million Tickets verkaufen und damit einen Meilenstein setzen, um den Frauenfußball in ganz Europa zu stärken. Gleichzeitig schafft die Bewerbung neue Standards in den Bereichen Sichtbarkeit, Inklusion und Empowerment.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: "Getreu unserem Motto ist schon unsere Bewerbung ein großartiges Gesamtprojekt des deutschen Fußballs, an dem viele verschiedene Akteure mitgewirkt haben, von der Spitze bis zur Basis. Mein besonderer Dank gilt unseren Partnern aus den Landesverbänden, der Politik, den Vereinen, Städten und Stadionbetreibern. Alle gemeinsam möchten wir 2029 einen bedeutenden Meilenstein bei der Entwicklung des Frauenfußballs erreichen. Es ist ein starkes Zeichen, dass wir mit vielen unserer großen und modernen Arenen, die im vergangenen Jahr noch Schauplätze der Männer-Europameisterschaft waren, uns auch jetzt um die Ausrichtung der UEFA Women's EURO 2029 bewerben. Das ist gegenüber unserer sehr starken Konkurrenz ein Alleinstellungsmerkmal."

DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich erklärt: "Mit der Europameisterschaft im vergangenen Jahr haben wir einmal mehr unter Beweis gestellt, dass Deutschland Sportgroßveranstaltungen erfolgreich ausrichten kann und der DFB ein verlässlicher Partner für die UEFA ist. Mit der Ausrichtung der UEFA Women's EURO 2029 möchten wir an die Tradition friedlicher und stimmungsvoller Turniere anknüpfen - und zugleich ein neues Kapitel des Frauenfußballs aufschlagen. Der Fußball, nicht nur in Deutschland, ist weiblicher geworden, wie die Mitgliederzahlen unserer Landesverbände für unseren Verband belegen. Doch das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Gemeinsam mit der UEFA möchten wir in neue Rekorderlösbereiche vorstoßen - und noch mehr Sichtbarkeit, Teilhabe und Begeisterung schaffen. Diese Vision ist das Herzstück unseres Bid Books."

Der Ausrichter der UEFA Europameisterschaft der Frauen 2029 wird von den Mitgliedern des UEFA-Exekutivkomitees in der Sitzung am 3. Dezember 2025 bestimmt.

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