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Eine einzige, aber siegreiche Partie gegen den KSC

Vor dem DFB-Pokal-Erstrundenmatch gegen den Karlsruher SC werfen wir noch mal einen Blick in die Historie. Welche interessanten Dinge wir zu Tage gefördert haben, lest Ihr hier!

Eine einzige Pokalbegegnung
Verzeichnen beide Klubs eine langjährige Geschichte, so gab es im DFB-Pokal tatsächlich nur eine einzige Partie bislang - aber eine ziemlich erfolgsträchtige für die Roten. Am 30. Oktober 1991 gewann das Team von Trainer Michael Lorkowski im Viertelfinale vor 28.000 Zuschauern im Niedersachsenstadion mit 1:0. Das Tor erzielte Matthias Kuhlmey in der 70. Minute, den Kasten hütete kein geringerer als der heutige Torwarttrainer Jörg Sievers. Beim KSC standen namhafte Spieler wie Oliver Kahn, Dirk Schuster, Wolfgang Rolff oder Mehmet Scholl auf dem Platz, die an diesem Herbsttag allerdings mit ihrem Team den Sprung in die nächste Runde verpassten. Für die Niedersachsen hingegen sollte dieser Sieg einer von mehreren auf dem Weg ins Endspiel des DFB-Pokals sein, den die 96er dann schlussendlich 1992 gewannen. Ein gutes Omen also?

Zur Sache: Roman Wojcicki und Michael Schjönberg in Aktion gegen Dirk Schuster und Srecko Bogdan.
Mario Eggimann und Lars Stindl im "Dreikampf" mit Sébastien Pocognoli, der später ebenfalls das 96-Trikot trug.

Stindl, Eggimann & Slomka
Nomen est omen trifft auf jeden Fall auf zwei Spieler zu, wenn es um den Titel "Mr. Europa League" gehen könnte. Mario Eggimann wechselte in der Saison 2008/09 an die Leine, Lars Stindl - ein echtes Karlsruher Eigengewächs - folgte ihm 2010/11. Das Duo erlebte mit der zweifachen Teilnahme an dem internationalen Wettbewerb Sternstunden des Vereins, an denen beide einen nicht unwesentlichen Anteil beisteuerten. Ebenso Trainer Mirko Slomka, der das Team in dieser Zeit coachte, nach 169 Spielen an der Seitenlinie der Roten anschließend beim HSV unter Vertrag stand und darauffolgend beim KSC unterschrieb. Es gab auch noch einen gewissen Moudachirou Amadou, der zur Spielzeit 2000/01 vom KSC kam, 31 Spiele absolvierte und dann nach einer Saison den Klub mit Ziel St. Pauli verließ.

Hannover 96 in Richtung Baden verließen zum Beispiel auch Gerhard Kleppinger (1982/83), der heute als Co-Trainer des Zweitligisten SV Sandhausen fungiert. Oder Jiri Kaufman, Gaetan Krebs oder Conor Casey - der allerdings über Umwege beim BVB.

Und sonst so?
Gibt es am Ende nicht viele Gemeinsamkeiten und Begegnungen beider Klubs, so treffen wir bei näherem Hinsehen dann doch noch auf eine Anekdote abseits des Platzes. Unser Gegner KSC unterhält eine Freundschaft mit Hertha BSC, die wiederum in Runde eins des DFB-Pokals auf Eintracht Braunschweig treffen. Die Löwen unterhalten indes eine Fanfreundschaft zum SV Waldhof Mannheim, einem der Erzrivalen des KSC…Wer da jetzt wem einen Gefallen tun könnte, dafür gibt es an dieser Stelle zahlreiche Varianten und sei mal dahingestellt. Gefallen würden uns auf jeden Fall der Einzug in die nächste Pokalrunde - Wiederholung aus dem Jahr 1991 durchaus wünschenwert.
nr